Der 42-jährige Pole soll am 20.10.2026 in Marburg eine 35-jährige Frau mit 19 Messerstichen getötet haben. Am 6. November 2026 erging Untersuchungshaftbefehl.
Giessen: Mordverdächtiger nach Deutschland ausgeliefert

Giessen (ost)
Diese Pressemeldung wird gemeinsam von der Staatsanwaltschaft Marburg und dem Polizeipräsidium Mittelhessen herausgegeben.
Nach einem Tötungsdelikt in Marburg wurde der 42-jährige Tatverdächtige nach Deutschland ausgeliefert.
Im Ermittlungsverfahren wegen des Mordes an einer 35-jährigen Frau in Marburg erfolgte am 05.11.2026 auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Marburg die Auslieferung eines dringend tatverdächtigen 42-jährigen polnischen Staatsangehörigen nach Deutschland. Nach seiner Überstellung an der Grenze wurde der dringend Tatverdächtige von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Mittelhessen festgenommen und nach Marburg gebracht.
Der 42-jährige Tatverdächtige hatte sich nach dem Tötungsdelikt vom 20.10.2026 nach Polen abgesetzt. Durch umfangreiche und intensive Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Marburg und der Kriminalpolizei Marburg sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden gelang es, den Tatverdächtigen am 22. Oktober 2026 in Polen ausfindig zu machen und festzunehmen. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge besteht gegen den festgenommenen polnischen Staatsangehörigen der dringende Verdacht, die 35-Jährige am 20.10.2026 mit 19 Messerstichen getötet zu haben. Täter und Opfer hatten zumindest früher eine Beziehung. Die Frau lebte wegen eines anderen Ex-Partners in einem Frauenhaus. Am Dienstag (20. Oktober) begegnete sie dem 42-jährigen Tatverdächtigen bei einem Treffen in Marburg. Danach soll er sie getötet haben. Zu Motiv und Hintergründen der Tat wird weiterhin ermittelt.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Marburg wurde der Beschuldigte heute, am 6. November 2026, der zuständigen Haftrichterin am Amtsgericht Marburg vorgeführt. Sie erließ den beantragten Untersuchungshaftbefehl. Inzwischen befindet sich der Verdächtige in einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Für die hervorragende Zusammenarbeit sprechen die Staatsanwaltschaft Marburg und das Polizeipräsidium Mittelhessen den beteiligten polnischen Behörden ihren Dank aus.
Für die Staatsanwaltschaft Marburg: Kathrin Ortmüller, Staatsanwältin und stellvertretende Pressesprecherin.
Für das Polizeipräsidium Mittelhessen: Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin und Pressesprecherin.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
In Hessen sank die Zahl der registrierten Mordfälle von 243 im Jahr 2022 auf 229 im Jahr 2023. Die Zahl der aufgeklärten Fälle ging von 224 auf 216 zurück. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Tatverdächtigen von 308 auf 267: Darunter waren 2023 insgesamt 237 Männer und 30 Frauen, gegenüber 283 Männern und 25 Frauen im Vorjahr. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank von 147 auf 130. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 470 Mordfällen die meisten Fälle in Deutschland – mehr als doppelt so viele wie Hessen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








