Ein Mann wurde bei einem Messerangriff verletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.
Gießen: Streit an Friedberger Kiosk eskaliert,45-Jähriger in Untersuchungshaft

Friedberg (ost)
Friedberg: Ein Streit zwischen zwei Männern führte am Montagabend zu einem Polizeieinsatz. Die Polizei hat einen 45-jährigen Deutschen festgenommen, der dringend verdächtigt wird, seinen Kontrahenten mit einem Messer verletzt zu haben.
Um etwa 17.30 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Ein Mann soll laut dem Anrufer durch einen Messerangriff verletzt worden sein, der Täter sei vom Kiosk in der Haagstraße geflohen. Sofort machten sich Streifen der Friedberger Polizei und Rettungskräfte auf den Weg. Der dringend Tatverdächtige war zuvor in Streit mit einem ebenfalls 45 Jahre alten Mann geraten und hatte ihn mit einem Messer angegriffen. Das aus Pakistan stammende Opfer erlitt Schnittwunden an beiden Händen. Ein Rettungswagen übernahm die Erstversorgung und brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Kurz nach dem Vorfall floh der Täter – Polizisten nahmen ihn kurz darauf an einem Supermarkt in der Fauerbachstraße fest. Der 45-Jährige hatte eine Schnittverletzung an einem Finger erlitten, die er sich offensichtlich selbst zugefügt hatte. Nach der Behandlung seiner Verletzung im Krankenhaus wurde er in Polizeigewahrsam genommen.
Die genauen Umstände und Hintergründe der Tat sind derzeit unbekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der 45-Jährige ist obdachlos.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Gießen wurde der 45-jährige dringend Tatverdächtige am 15.10.2024 einem Haftrichter in Friedberg vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Mann sitzt in einer hessischen Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit davon aus, dass er das Tatmesser vor seiner Festnahme in der Fauerbachstraße an einen anderen Mann übergab. Dieser Unbekannte war etwa 180 cm groß, hatte einen dunklen Teint und trug eine schwarze Jacke sowie eine helle Hose mit Kapuze über dem Kopf. Der Unbekannte ging in Richtung Bahnunterführung.
Die Polizei bittet Zeugen, die Informationen zur Identität des unbekannten Mannes geben können, sich unter Tel.: (06031) 6010 bei der Polizeistation in Friedberg zu melden.
Guido Rehr, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2021/2022
Die Mordraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 255 Fälle registriert, wovon 245 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 323 Verdächtige, darunter 275 Männer, 48 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2022 sank die Zahl der Fälle auf 243, wovon 224 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 308, davon 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Bayern im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 403 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 255 | 243 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 245 | 224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 323 | 308 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 275 | 283 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 48 | 25 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 147 |
Quelle: Bundeskriminalamt







