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Gießen: Streit eskaliert, Mann in Untersuchungshaft

Am Samstag gerieten zwei Männer in Gießen in einen verbalen Streit, der in eine körperliche Auseinandersetzung mündete. Der 33-Jährige wurde wegen versuchten Totschlags inhaftiert.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Gemeinsame Bekanntgabe von Staatsanwaltschaft Gießen und Polizeipräsidium Mittelhessen

In Gießen eskalierte ein Streit zwischen Männern – 33-Jähriger in Untersuchungshaft

Am letzten Samstagmittag (18. April) gerieten gegen 13:40 Uhr zwei Männer im Alter von 29 und 33 Jahren vor dem Neustädter Tor Gießen in einen verbalen Konflikt, der sich später in eine körperliche Auseinandersetzung verwandelte. Der 33-Jährige soll zunächst auf den 29-Jährigen eingeschlagen und ihn zu Boden geworfen haben. Danach soll er auch auf den Kopf des am Boden liegenden Mannes getreten haben. Der 33-jährige Verdächtige flüchtete zuerst, wurde jedoch im Zuge einer sofortigen Nahbereichsfahndung von Polizeikräften festgenommen. Der 29-jährige Geschädigte erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Verdächtige wurde am Sonntag, 19. April 2026, dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Gießen vorgeführt. Nachdem dieser auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag erlassen hatte, befindet sich der Verdächtige nun in einer hessischen Justizvollzugsanstalt.

Die mit den Ermittlungen betraute Kriminalpolizei in Gießen bittet Zeugen des Vorfalls, sich zu melden und stellt folgende Fragen:

Hinweise werden von der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641 – 7006 6555 entgegengenommen.

Weitere Informationen können derzeit aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gegeben werden.

Volker Bouffier, Staatsanwalt und stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen

Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin und Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging auch von 308 auf 267 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl von Morden in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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