Unbekannte ergaunern Goldbarren und Münzen durch Schockanruf bei 64-jährigem Mann in Marburg-Biedenkopf. Kriminalpolizei sucht Zeugen und warnt vor Betrugsmaschen.
Giessen: Telefonbetrug in Dautphetal

Giessen (ost)
Dautphetal: Betrügerischer Anruf schockt Goldbarren und Münzen
Am Freitagnachmittag (29.05.2026) wurden einem 64-jährigen Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf am Telefon von Unbekannten als Polizisten vorgestellt. Sie täuschten ihm vor, dass ein naher Verwandter einen Unfall verursacht habe, bei dem jemand ums Leben gekommen sei. Der Verwandte sei nun in Gefahr, ins Gefängnis zu kommen. Um eine Verhaftung zu vermeiden, sollte der Mann 250.000 EUR in bar oder Wertsachen beschaffen. Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Staatsanwalt bei dem Mann und versprach, dass der Verwandte freigelassen werden könne, wenn er vor 18 Uhr Wertsachen übergibt. Der 64-Jährige gab an, einen Goldbarren und eine Münzsammlung zu besitzen. Die Anrufer wiesen ihn an, diese zum Parkplatz eines Notars in der Marburger Straße in Dautphetal zu bringen. Dort würde sich ein Mitarbeiter melden, um die Wertsachen entgegenzunehmen. Gegen 18:45 Uhr traf der Mann auf dem Parkplatz ein. Ein schlanker Mann von etwa 165 cm – 170 cm Größe, dunkler Hose und hellem Hemd, zeigte ihm einen Ausweis eines Gerichts. Dieser Mann nahm die Gegenstände entgegen und entfernte sich, angeblich um den Wert des Goldes mit einem Kollegen zu ermitteln. Der 64-Jährige sollte auf dem Parkplatz warten. Der Unbekannte kehrte jedoch nicht zurück. Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt: Wer hat gegen 18:45 Uhr die Übergabe in der Marburger Straße in Dautphetal beobachtet? Wem ist der beschriebene Mann aufgefallen? Wer hat andere verdächtige Personen oder Fahrzeuge am frühen Freitagabend in Dautphetal bemerkt? Hinweise nimmt die Marburger Kripo unter Tel.: 06421 4060 entgegen.
Die Polizei empfiehlt: Machen Sie keine Angaben zu Ihrem Vermögen. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst die Polizei, auch über Notruf 110, an. Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft werden Sie jemals um Geld bitten. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Darüber hinaus rät die Polizei dazu, Familienmitglieder und Freunde über die Tricks der Betrüger aufzuklären. Weitere Tipps zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.
Kirchhain: Drei Verletzte bei Frontalkollision
In der Alsfelder Straße in Kirchhain kam es am Samstagnachmittag (30.05.2026) gegen 17:15 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Eine 73-jährige Fahrerin eines Hyundai aus Kirchhain war in Richtung Stadtzentrum unterwegs. In Höhe der Hausnummer 47 geriet sie in den Gegenverkehr und prallte frontal mit dem entgegenkommenden BMW eines 35-jährigen Mannes aus Amöneburg zusammen. Die Feuerwehr befreite die Hyundai-Fahrerin aus ihrem Auto. Sie erlitt schwere Verletzungen durch den Unfall. Der BMW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen, seine 31-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt. Rettungswagen brachten die drei Verletzten in ein Krankenhaus. Ersten Ermittlungen zufolge könnte ein medizinischer Notfall den Unfall verursacht haben. Die Ermittlungen hierzu dauern an. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Der Sachschaden wird auf 30.000 EUR geschätzt.
Tobias Schwarz, Pressesprecher
Quelle: Presseportal








