Ermittler suchen nach Zeugen eines Raubes, bei dem ein Mann persönliche Gegenstände raubte und in U-Haft genommen wurde.
Gießen: Zeugen nach Raub gesucht

Gießen (ost)
Die Polizei sucht nach Personen, die einen Raub am Sonntagmorgen (26.8.) in der Nähe des Marktplatzes beobachtet haben sollen. Nach den aktuellen Ermittlungen fand zwischen 6 Uhr und 6.45 Uhr ein Gespräch zwischen zwei Männern statt. Während des Gesprächs an der Bushaltestelle forderte ein Mann Gegenstände seines Gesprächspartners, darunter ein Fahrrad. Als dies abgelehnt wurde, riss der Mann am Fahrrad und griff an. Er raubte mehrere persönliche Gegenstände. Außerdem zwang er sein Opfer, ihm am Lindenplatz Zigaretten zu kaufen, um sein gestohlenes Handy zurückzuerlangen. Am Lindenplatz wurde auch ein unbekannter Zeuge von beiden gebeten, Bier zu kaufen. Der Zeuge kam dem nicht nach und entfernte sich. Der Räuber fuhr dann auf einem grünen Fahrrad davon.
Später nahmen Beamte der Polizeistation Gießen Nord einen Verdächtigen fest, der nach einer vorangegangenen Schlägerei am Brandplatz in der Sonnenstraße festgenommen wurde. Basierend auf den Aussagen des Raubopfers bestand der Verdacht, dass es sich bei dem Festgenommenen um den gesuchten Räuber handeln könnte. Bei der Durchsuchung fanden sie Gegenstände des Beraubten. Sie nahmen den Mann vorübergehend fest. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Gießen stellten Ermittler den dringend Tatverdächtigen am Montag (26.8.) einer Haftrichterin am Amtsgericht Gießen vor. Diese erließ einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr gegen den 29-jährigen Algerier. Die Beamten brachten ihn in ein Gefängnis.
Die Polizei sucht weiterhin Zeugen: Wer hat den Vorfall am Marktplatz und anschließend am Lindenplatz beobachtet? Sie bitten auch den unbekannten Zeugen, der angesprochen wurde, sich bei der Polizei zu melden.
Die Ermittler bitten um Hinweise an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Pierre Gath
Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 von 2358 auf 2871 Fälle an. Im Jahr 2021 wurden 1533 Fälle gelöst, während es 2022 1785 gelöste Fälle gab. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 1969 auf 2173, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Insgesamt gab es 2022 1974 männliche Verdächtige und 199 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 952 auf 1077. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.358 | 2.871 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.533 | 1.785 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.969 | 2.173 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.779 | 1.974 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 190 | 199 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 952 | 1.077 |
Quelle: Bundeskriminalamt








