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Gladenbach: 13-Jähriger soll 15-Jährigen mit Messer angegriffen haben

Die Auseinandersetzung ereignete sich am Dienstagnachmittag, 3. November, gegen 15.20 Uhr in einer Parkanlage. Das Opfer ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Gemeinsam herausgegebene Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Marburg und des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Gladenbach: Auseinandersetzung zwischen Jungen in Parkanlage eskaliert – 15-Jähriger durch Messer schwer verletzt

Gegen 15.20 Uhr am Dienstagnachmittag (3. November) gerieten in einer Gladenbacher Parkanlage vier Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren körperlich aneinander. Dabei wurden ein Messer und Pfefferspray eingesetzt.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge soll ein 13-Jähriger zunächst mit zwei Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren verbal aneinandergeraten sein. Danach soll der 13-Jährige den Ort verlassen haben. Wenig später soll er zusammen mit seinem 15-jährigen Bruder zurückgekommen sein. Im weiteren Verlauf soll der 13-Jährige mit einem Messer den 15-Jährigen angegriffen haben. Sein Bruder soll währenddessen Pfefferspray gegen den 16-Jährigen verwendet haben. Das 15-jährige Opfer zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu und wurde durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist er inzwischen außer Lebensgefahr und sein Zustand stabil.

Weil der 13-Jährige strafunmündig ist, wurde er nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut seiner Eltern übergeben. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Die umfangreichen Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu den Hintergründen der Tat sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Auskünfte über diese Informationen hinaus können derzeit nicht gegeben werden.

Kathrin Ortmüller, Staatsanwältin sowie stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg

Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin sowie Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

In Hessen sank die Zahl der registrierten Mordfälle von 243 im Jahr 2022 auf 229 im Jahr 2023. Die Zahl der aufgeklärten Fälle ging von 224 auf 216 zurück, die der Tatverdächtigen von 308 auf 267. Unter den Tatverdächtigen waren 2022 insgesamt 283 Männer und 25 Frauen, 2023 waren es 237 Männer und 30 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank von 147 auf 130. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 470 die meisten Mordfälle in Deutschland – mehr als doppelt so viele wie Hessen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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