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Grab durch Schüsse beschädigt: Ermittlungen gegen 15-Jährigen

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, der Schaden beträgt 500 Euro.

Foto: Depositphotos

Langenselbold (ost)

Am Samstagabend soll jemand mit einer Softair-Pistole auf Grabsteine eines Friedhofs geschossen haben, weshalb die Kriminalpolizei nun wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe und der Sachbeschädigung ermittelt. Ein Verdächtiger wurde schnell ermittelt und vorläufig festgenommen.

Ein Zeuge informierte die Beamten kurz nach 19 Uhr darüber, dass aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus auf Gräber des Friedhofs im Brühlweg geschossen wurde. Mehrere Streifen fuhren daraufhin los und trafen in der Nähe des Tatorts auf eine Gruppe von fünf Personen, die den Beschreibungen des Zeugen entsprachen.

Als die Streifenwagen auftauchten, lief eine Person zu Fuß in Richtung Mozartring weg, während die anderen vier Jugendlichen vor Ort blieben und überprüft wurden. Im Zuge einer Nahbereichsfahndung wurde schließlich auch der Geflüchtete in der Nähe des Tatorts vorläufig festgenommen. Ein 15-Jähriger wurde aufgrund der Zeugenaussagen als mutmaßlicher Schütze identifiziert. Von der Waffe fehlt bisher jede Spur.

Bei einer Überprüfung des Friedhofs stellte sich heraus, dass durch die vermutlich abgefeuerten Schüsse ein Grabstein beschädigt wurde. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 500 Euro geschätzt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften alle Beteiligten gehen.

Die Kriminalpolizei hat die Untersuchungen aufgenommen und bittet um weitere Hinweise zum Vorfall. Die Kriminalpolizei in Hanau ist rund um die Uhr unter der Rufnummer 06181 100-123 erreichbar.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 283 auf 237 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 25 auf 30 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 147 auf 130. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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