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Gravenbruch: Verfolgung bis nach Montabaur

Polizei nimmt 18-Jährigen nach räuberischer Erpressung fest. Zeugen gesucht für Vorfall bei Gravenbruch mit Seniorin und gestohlenem Auto.

Foto: Depositphotos

Neu-Isenburg / Montabaur (ost)

Durch die gemeinsame Fahndung und koordinierte Aktion der hessischen und rheinland-pfälzischen Kräfte gelang es der Polizei am Donnerstagnachmittag, eine schnelle Festnahme durchzuführen. Ein Raubüberfall war vorausgegangen, bei dem ein 18-Jähriger in Gravenbruch das Auto einer Seniorin erlangt haben soll.

Gemäß den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war eine über 80 Jahre alte Frau gegen 12.50 Uhr mit ihrem schwarzen Golf mit OF-Kennzeichen auf der Landesstraße 3117 in Richtung des Neu-Isenburger Stadtteils unterwegs. An der Kreuzung zur Bundesstraße 459 musste sie an der roten Ampel anhalten. Zu diesem Zeitpunkt öffnete ein dunkel gekleideter Mann die Beifahrertür und forderte sie unter Vorhalt einer Schusswaffe auf, das Auto zu überlassen. Während der Täter mit dem Auto flüchtete, alarmierte die unverletzte Frau die Polizei.

Bei der sofortigen Fahndung, an der neben zahlreichen Streifenwagen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, konnten die Beamten den VW auf der Autobahn 3 in Richtung Köln orten und verfolgen. Das Fahrzeug war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und soll unter anderem den Standstreifen benutzt sowie eine Leitplanke touchiert haben. Der Flüchtige überholte auch eine Gruppe von Motorradfahrern mit geringem Abstand.

In der Nähe von Montabaur verließ das Auto schließlich die Autobahn 3 in Richtung eines Industriegebiets. Der Fahrer, der sich als 18-Jähriger herausstellte, stieg aus und flüchtete unter anderem über einen Zaun, bevor er kurz darauf vorläufig festgenommen wurde. Die vermutliche Tatwaffe, eine Schreckschusspistole, wurde ebenfalls am Festnahmeort gefunden. Diese und der beschädigte Golf wurden sichergestellt. Der Jugendliche befindet sich mittlerweile in Polizeigewahrsam; über seine weitere Unterbringung wird noch entschieden. Es liegen bisher keine Informationen über Verletzte vor.

Gegen den Tatverdächtigen, dessen Motiv noch unklar ist, wird nun unter anderem wegen des Verdachts des räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer, räuberischer Erpressung und Fahrerflucht ermittelt. Auch der Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis steht im Raum.

Die Polizei bittet nun um weitere Hinweise. Verkehrsteilnehmer, die durch das Verhalten des Tatverdächtigen gefährdet wurden, sowie weitere Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei in Offenbach zu melden.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 haben zugenommen. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 im Jahr 2022 auf 1850 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Darunter waren 1974 männliche Verdächtige und 199 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, sowie 2046 männliche und 217 weibliche Verdächtige im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1077 im Jahr 2022 auf 1179 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12625 Fällen die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.871 3.217
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.785 1.850
Anzahl der Verdächtigen 2.173 2.263
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.974 2.046
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 199 217
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.077 1.179

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon sind 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht, und 6.914 schwere Unfälle mit nur Sachschaden, was 4,75% ausmacht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117.817, was 81,02% ausmacht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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