Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat. Zwei Männer gestanden die Tat vorgetäuscht zu haben und wurden festgenommen.
Grebensteiner Raubüberfall, Ergebnis der Ermittlungen bestätigt getäuschten Raub.

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch unsere Pressemitteilung, die am 21.04.2026 um 10:38 Uhr unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6259566 veröffentlicht wurde)
Grebenstein (Landkreis Kassel):
Nachdem am Montag, dem 20. April 2026, ein schwerer Raubüberfall auf einen Discountermarkt in Grebenstein gemeldet wurde, ermitteln die Beamten der Kasseler Kriminalpolizei jetzt wegen des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat. In diesem Zusammenhang wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel insgesamt drei Wohnungen durchsucht, wobei sich der Tatverdacht gegen zwei 20 und 22 Jahre alte Männer erhärtete. Die beiden Verdächtigen haben mittlerweile zugegeben, den Raubüberfall vorgetäuscht zu haben, zudem entdeckten die Ermittler bei ihnen einen Großteil der Beute und konnten sie sicherstellen.
Der Verdacht der ermittelnden Kriminalbeamten, dass sich der Vorfall möglicherweise anders zugetragen hatte, als zunächst am Tatort berichtet wurde, ergab sich aus widersprüchlichen Aussagen eines Mitarbeiters. Dieser Verdacht bestätigte sich schließlich im Rahmen der weiteren Untersuchungen. Neben einem Mitarbeiter gerieten außerdem zwei weitere junge Männer in Verdacht, die Tat gemeinsam mit ihm geplant und ausgeführt zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ ein Richter daraufhin entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse, die am Donnerstag und Freitag vollstreckt wurden. Bei den beiden 20 und 22 Jahre alten Tatverdächtigen konnten dabei große Teile des gestohlenen Bargelds aus dem Discountermarkt sichergestellt werden, außerdem wurden Betäubungsmittel und ein Schlagring gefunden. Die beiden Männer gestanden schließlich, dass es nie zu einem echten Raubüberfall gekommen war. Der Verdacht gegen die dritte Person bestätigte sich jedoch nicht. Die Ermittlungen wegen der Vortäuschung des Raubüberfalls dauern derzeit an.
Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021
Moritz Teschner, Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2759
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 auf 1850. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 auf 2263, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 267, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








