Durchsuchungen und Festnahmen bei sechs Beschuldigten, Vermögensabschöpfung sichert Sozialabgaben im sechsstelligen Bereich.
Groß-Gerau: Arbeitsausbeutung und Ausländerschleusung in Wiesbaden und Rüsselsheim

Darmstadt (ost)
Arbeitsausbeutung, Ausländerschleusung und Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen in Wiesbaden und Rüsselsheim – Durchsuchungen und Vermögensabschöpfung in mehreren Gewerbebetrieben
Das Hauptzollamt Darmstadt, Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Standortes Wiesbaden führte gestern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden Durchsuchungen in zwölf Geschäfts- und Wohnräumen von sechs Verdächtigen in Wiesbaden, Rüsselsheim und Frankfurt am Main durch. Die Durchsuchungen erfolgten aufgrund des Verdachts auf Arbeitsausbeutung, Schleuserkriminalität und Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen. Die circa 170 Einsatzkräfte nahmen sechs Personen vorläufig fest, sammelten umfangreiches Beweismaterial sowie Vermögenswerte im niedrigen sechsstelligen Bereich zur Sicherung der veruntreuten Sozialabgaben.
Die Untersuchungen richten sich gegen sechs Verdächtige im Alter von 26 bis 63 Jahren, darunter drei Frauen und drei Männer deutscher und vietnamesischer Staatsangehörigkeit. Neben Sozialversicherungsbetrug seit dem Jahr 2021 gibt es auch den Verdacht der Einschleusung von Ausländern sowie der Arbeitsausbeutung von illegal aufhältigen Personen in verschiedenen Gewerbebetrieben in Wiesbaden und Rüsselsheim.
Die Einsatzkräfte setzten zwölf Durchsuchungsbeschlüsse um und sicherten dabei Beweismaterial. Zur Sicherung der hinterzogenen Sozialabgaben erließen das Amtsgericht Wiesbaden Arrestbeschlüsse gegen das Vermögen der Verdächtigen und ihrer Unternehmen. Die Vermögensarreste wurden während des Einsatzes vollstreckt und Vermögenswerte im niedrigen sechsstelligen Bereich sichergestellt. Zusätzlich wurden sechs Personen, die sich mutmaßlich illegal in Deutschland aufhalten, vorläufig festgenommen. Ihnen droht die Ausweisung oder eine Haftstrafe.
Neben ungefähr 130 Zöllnerinnen und Zöllnern der Hauptzollämter Darmstadt, Frankfurt am Main und Koblenz waren etwa 40 weitere Einsatzkräfte der Polizeidirektion Wiesbaden, der Finanzämter Wiesbaden und Groß-Gerau sowie der Ausländerbehörde Wiesbaden an den Maßnahmen beteiligt.
Die weiteren Ermittlungen sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal








