Der Frankfurter Zoll entdeckte 654 Kilogramm Marihuana unter Solarmodulen versteckt. Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen laufen.
Groß-Gerau: Schmuggel von Marihuana in Solarmodulen aufgedeckt

Darmstadt / Frankfurt am Main / Kreis Darmstadt-Dieburg / Kreis Groß-Gerau (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe von Staatsanwaltschaft Frankfurt und Zollfahndungsamt Frankfurt am Main vom 26.03.2026
Der Frankfurter Zoll entdeckte am vergangenen Sonntag, 22.03.2026, am Flughafen unter Solarmodulen versteckt rund 654 Kilogramm Marihuana in einer Luftfrachtsendung aus den USA.
Die Rauschmittel waren in 1.309 luftdicht verschweißten Kunststoffpaketen verpackt und unauffällig unter den Solarmodulen versteckt.
Nach der Sicherstellung durch die Zollkontrolleure wurden die Ermittler des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und der Staatsanwaltschaft Darmstadt informiert, um die Verantwortlichen des Drogenschmuggels zu identifizieren.
Den bisherigen Informationen zufolge war die beschlagnahmte Sendung für eine Scheinfirma mit Sitz in Darmstadt bestimmt.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Darmstadt durchsuchten die Zollbeamten am Dienstag, 24.03.2026, in Darmstadt sowie den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau insgesamt vier Wohn- und Geschäftsräume.
Bei dieser Aktion wurde ein 30-jähriger Mann aus Nauheim festgenommen, der dringend verdächtigt wird, für den illegalen Marihuana-Import verantwortlich zu sein.
Am gestrigen Donnerstag, 25.03.2026, wurde der Verdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht Darmstadt vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ und die Untersuchungshaft anordnete.
Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








