Beamte stoppen fünf Fahrer unter Drogen- und Alkoholeinfluss; Rollerfahrer seit 20 Jahren ohne Führerschein unterwegs
Große Verkehrskontrolle in Kassel

Kassel (ost)
Kassel-Nord:
Polizeibeamte des Reviers Nord führten gestern Abend gemeinsam mit Kollegen aus ganz Nordhessen eine umfangreiche Verkehrskontrolle auf der Wolfhager Straße in Kassel durch. Der Fokus lag dabei auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, die eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer darstellen und zu Fahruntüchtigkeit führen. Zwischen 19 Uhr und Mitternacht wurden insgesamt 136 Fahrzeuge in der Nähe der Lewinskistraße angehalten und 171 Personen überprüft. Neben der Feststellung von 19 allgemeinen Verkehrsverstößen wie fehlende Sicherheitsgurte oder Nutzung des Handys während der Fahrt, wurden auch fünf vermutlich berauschte und alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Bei vier Fahrern reagierten Drogentests positiv auf Kokain oder THC im Urin, bei einem Fahrer wurde Alkohol festgestellt. Allen fünf Fahrern wurde eine Blutprobe entnommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Bei einem anderen angehaltenen Auto waren die Reifen so abgefahren, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste. Die Insassen gaben an, auf das Fahrzeug angewiesen zu sein. Sie kamen eine Stunde später mit neuen Reifen und einem Wagenheber zurück, um den Reifenwechsel durchzuführen und ihre Fahrt fortzusetzen. Schließlich wurde ein Motorroller gestoppt, dessen Fahrer keinen Führerschein vorweisen konnte. Er gab an, fälschlicherweise anzunehmen, dass er für den Roller keine Fahrerlaubnis benötige. Deshalb sei er bereits seit 20 Jahren ohne Führerschein mit dem Zweirad unterwegs. Er durfte nicht weiterfahren und muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der aufgezeichneten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistiken für Hessen im Jahr 2023 zeigen insgesamt 145.422 Unfälle. Davon entfallen 19.527 Unfälle auf Personenschäden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% der Gesamtzahl ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. In innerorts gelegenen Ortslagen gab es 14.839 Unfälle, was 10,2% entspricht. Außerorts (ohne Autobahnen) wurden 7.577 Unfälle verzeichnet, was 5,21% ausmacht. Auf Autobahnen ereigneten sich 3.013 Unfälle, was 2,07% entspricht. Insgesamt gab es 188 Todesfälle, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








