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Großkontrolle auf der Tank- und Rastanlage Weiskirchen Nord

Die Polizei führte eine groß angelegte Kontrolle mit Fokus auf den Schwerlastverkehr durch. Dabei wurden 71 Lastkraftwagen überprüft und Mängel bei 35% festgestellt.

Die Kontrollkräfte bei der Arbeit...
Foto: Presseportal.de

Autobahn 3 / Rodgau-Weiskirchen (ost)

Der Güterverkehr auf Autobahnen spielt eine wichtige Rolle für die Wirtschaft und Logistik. Gleichzeitig birgt er erhebliche Risiken, wenn Vorschriften nicht eingehalten werden. Unzureichend gesicherte Frachten, Übermüdung oder technische Defekte können zu schweren Unfällen führen und damit Menschenleben gefährden.

Vor diesem Hintergrund führte die Polizei am Donnerstag erneut eine umfangreiche Kontrolle mit Schwerpunkt auf dem Güterverkehr auf der Autobahn an der Tank- und Rastanlage Weiskirchen Nord durch. Die Polizeiautobahnstation Südosthessen, die die Kontrolle initiierte, wurde dabei von den Beamten vom Hessischen Polizeipräsidium Einsatz, dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) sowie dem Zoll unterstützt.

Im Verlauf der Kontrolle wurden insgesamt 71 Lastkraftwagen überprüft. Darunter befanden sich 27 Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, 6 Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen und 38 Fahrzeuge „40-Tonner“.

Das Ergebnis:

Im Rahmen der Kontrollen wurden unter anderem insgesamt zwölf Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 8.000 Euro erhoben, 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und drei Mängelanzeigen erstellt.

Strafrechtlich fielen zwei Verstöße gegen das Waffengesetz auf, bei denen ein Springmesser und ein Schlagring sichergestellt wurden. Ein Fahrzeugführer wurde darüber hinaus beim Fahren ohne gültigen Führerschein erwischt.

Zwei Fälle von Kennzeichenmissbrauch wurden festgestellt, bei denen es sich um sogenannte illegale Fernzulassungen handelte. Dabei werden Fahrzeuge, die in Deutschland gekauft wurden, mit im Ausland ausgestellten Überführungskennzeichen betrieben. Dies ist in Deutschland nicht erlaubt, da hier ausschließlich deutsche Ausfuhrkennzeichen verwendet werden dürfen.

Zusätzlich wurden sechs Fälle von Zigarettenschmuggel aufgedeckt. In einem Fahrzeug entdeckten die Kontrollkräfte außerdem, dass es mit Heizöl betankt worden war. Wegen Steuerhinterziehung wurden entsprechende Nachzahlungen geleistet.

Außerdem wurde bei der Kontrolle eines Gespanns festgestellt, dass die Fracht nicht ausreichend gesichert war – nicht die einzige derartige Feststellung, wie sich am Ende herausstellte. Dabei handelte es sich um ein Fahrzeug, das vom Vereinigten Königreich nach Rumänien transportiert wurde. Im Zuge der Kontrolle stellte sich heraus, dass neu verbaute Teile am Fahrzeug nicht versteuert waren, was ebenfalls eine Nachversteuerung zur Folge hatte – Höhe: 1.400 Euro.

Zuletzt wurde bei einem 40-Tonnen-LKW ein Verstoß gegen das Fahrpersonalrecht festgestellt, da die Fahrerkarte nicht eingesteckt war.

Insgesamt wurden bei der Großkontrolle etwa 30.000 Euro an Bußgeldern, Sicherheitsleistungen und Nachzahlungen aus verschiedenen Deliktsfeldern erhoben. Besonders auffällig war, dass bei etwa 35 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge Mängel festgestellt wurden, hauptsächlich aufgrund unzureichender Ladungssicherung.

Weitere Kontrollen zur Überwachung des Güterverkehrs sind geplant.

Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Bei den Verkehrsunfällen wurden 188 Menschen getötet, 3.537 schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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