In Petersberg zerkratzen Unbekannte einen BMW, in Kalbach wird Grabschmuck gestohlen, in Hosenfeld und Fulda mehrere Einbrüche verübt, in Fulda ein Wahlplakat beschädigt und falsche Polizeibeamte erbeuten Schmuck in Hünfeld.
Hainzell: Einbruchsserie in Osthessen

Fulda (ost)
Auto beschädigt
Petersberg. Am Freitag (30.01.) zwischen 16.30 Uhr und 16.45 Uhr haben Unbekannte beide Seiten eines beige 6er BMW auf dem Parkplatz in der Straße „Am See“ mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Der Schaden am Fahrzeug wird auf ca. 2.000 Euro geschätzt. Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Diebstahl von Grabdekorationen
Kalbach. Auf dem Friedhof in Mittelkalbach wurden zwei Diebstähle von Grabschmuck gemeldet. In einem Fall wurde zwischen Freitag (23.01.) und Sonntag (01.02.) ein Grabkreuz gewaltsam herausgerissen und gestohlen. Im anderen Fall wurde zwischen Montag (26.01.) und Samstag (31.01.) ein Grabkreuz gewaltsam entfernt und gestohlen. Zeugen, die Informationen zum Vorfall oder zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen im genannten Zeitraum haben, werden gebeten, sich an das Polizeipräsidium Osthessen zu wenden unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de. Wenn Bürger verdächtige Aktivitäten, insbesondere im Bereich von Friedhöfen, beobachten, bitten wir Sie, das Polizeipräsidium Osthessen umgehend telefonisch zu kontaktieren – oder im Notfall die Notrufnummer 110 zu wählen.
Einbrüche
Hosenfeld/Fulda. Am Samstag (31.01.) zwischen 18 Uhr und 21.45 Uhr drangen Unbekannte gewaltsam in ein Wohngebäude im „Steinhauckweg“ in Hainzell ein. Nachdem sie die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht hatten, flüchteten die Täter mit Schmuck in unbekannte Richtung. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.
Auch in der Straße „Am Kindergarten“ in Hainzell wurde am Samstag (31.01.) zwischen 12.30 Uhr und 19 Uhr eingebrochen. Die Täter stahlen eine Münzsammlung und flohen vom Tatort. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.
Zwischen Donnerstag (29.01.) um 14.30 Uhr und Sonntag (01.02.) um 11.30 Uhr drangen Unbekannte gewaltsam in eine Gaststätte im „Gerloser Weg“ in Fulda ein. Nachdem sie den Thekenbereich und die Küche nach Wertgegenständen durchsucht hatten, entfernten sich die Täter in unbekannte Richtung. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.500 Euro.
Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Wahlplakat beschädigt
Fulda. In der Nacht zum Sonntag (01.02.) wurde in der Liobastraße ein Wahlplakat an einer Straßenlaterne beschädigt, indem Unbekannte das Gesicht der abgebildeten Person mit schwarzer Farbe besprühten. Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Falsche Polizeibeamte
Hünfeld. Mit der dreisten Schockanruf-Masche hatten Betrüger am Donnerstag (22.01.) Erfolg im Ortsteil Mackenzell. Indem sie vorgaben, Polizeibeamte zu sein, brachten sie einen 85-jährigen Mann dazu, Schmuck auszuhändigen. Auch am 17.12. hatten die Täter in Hünfeld bereits bei einem 83-Jährigen Erfolg mit ihrer perfiden Masche.
In beiden Fällen ist das Vorgehen ähnlich: Die Betrüger rufen ahnungslose Bürger an und verwickeln sie in ein Gespräch. Dabei geben sie sich als Bankmitarbeiter oder Mitarbeiter eines Onlinehandels aus, gewinnen das Vertrauen ihrer Gesprächspartner und verschaffen sich so einen Überblick über deren Vermögensverhältnisse. Im weiteren Verlauf erhalten die Opfer einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, der über eine verbreitete Betrugsmasche informiert und um Hilfe bei einer Zugriffsmaßnahme bittet. Dabei sollen Wertgegenstände übergeben werden, um die Betrüger „auf frischer Tat“ zu erwischen. Die Wertgegenstände dienen als wichtige Beweismittel für eine Verurteilung.
In beiden Fällen wird der Verdächtige wie folgt beschrieben: männlich, ca. 20-30 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, normale Statur, schwarze kurze gelockte Haare. Der Betrüger trug am 22.01. eine helle Winterjacke.
Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Es kann jeden treffen
Wer denkt, dass ihm das definitiv nicht passieren könnte, irrt sich gewaltig: Die Täter gehen äußerst perfide vor, spielen überaus gut und oft auf die Lebenssituation der Angerufenen abgestimmt. „Hier spricht die Polizei! Schließen Sie sofort Ihre Türen und Fenster und lassen Sie Ihre Rollläden herunter. Wir sorgen für Ihre Sicherheit! Wir helfen Ihnen!“
Bei der Masche der „Falschen Polizeibeamten“ ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar der 110, an und der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle aus. Unmöglich, da der Notruf nur angerufen werden kann und nicht zurückrufen kann. Mit „Call-ID-Spoofing“ können Betrüger jedoch tatsächlich jede beliebige Rufnummer auf dem Display ihrer Opfer anzeigen. Erste Zweifel an der Identität des betrügerischen Anrufers werden so bereits ausgeräumt.
Die Aussagen der Betrüger verursachen bei den Angerufenen oft große Besorgnis: Einbrecher seien in der Nachbarschaft des Angerufenen unterwegs. Die Polizei habe bereits einige Täter festgenommen. Einer der Festgenommenen habe einen Zettel bei sich gehabt, auf dem die Adresse des späteren Opfers und dessen Vermögenswerte standen. Nun sei die Polizei um die Sicherheit des Angerufenen und dessen Ersparnisse besorgt.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs gehen die Betrüger äußerst geschickt vor und bringen ihre Opfer dazu, Wertsachen an vereinbarten Orten abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird dringend suggeriert, dass dies die einzige Möglichkeit sei, die Sicherheit ihres Ersparten zu gewährleisten und sie die Wertgegenstände in den kommenden Tagen auf der Polizeiwache abholen könnten.
Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen, zur Bank zu fahren und Bargeld abzuheben. Die Schwindler behaupten, dass die vermeintlichen Einbrecher mit Bankangestellten zusammenarbeiten, um unbefugt Geld von Kundenkonten abzubuchen.
Sobald die Vermögenswerte bereit sind und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurde, kommt ein Betrüger persönlich vorbei, um die Wertgegenstände abzuholen.
Ihre Polizei warnt:
Trickbetrug ist vielfältig.
Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Website https://www.polizei.hessen.de/praevention/gemeinsam-sicher-in-hessen/sicher-im-alter/betrug-zum-nachteil-von-senioren
Jonas Trabert
Quelle: Presseportal








