Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Hanau: 18-Jähriger festgenommen nach Schockanruf

Ein 18-jähriger Deutscher wurde nach einem „Schockanruf“ bei einer 83-jährigen Frau vorläufig festgenommen. Der Verdacht lautet auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug.

Foto: Depositphotos

Nidderau (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Südosthessen

Verdeckte Polizeikräfte haben am Mittwoch, den 18.03.2026, einen 18-jährigen Deutschen aus Südhessen im Zusammenhang mit einem zuvor stattgefundenen sogenannten „Schockanruf“ vorläufig festgenommen. Es besteht der Verdacht des organisierten und gewerbsmäßigen Betrugs gegen ihn.

Nach den bisherigen Informationen wurde eine 83-jährige Frau aus Nidderau am Mittwochnachmittag von einer bisher unbekannten Frau telefonisch kontaktiert. Diese gab vor, die Tochter der Angerufenen zu sein und teilte unter Tränen mit, dass sie bei einem Unfall eine Frau getötet und deren Kind schwer verletzt habe. Anschließend rief ein Mann bei dem Opfer an und behauptete, er sei Polizeibeamter und die Tochter der Angerufenen müsse wegen des Unfalls in Untersuchungshaft. Dies könne nur gegen eine Sicherheitsleistung in Höhe von 25.000 EUR verhindert werden. Das demenzkranke Opfer glaubte den beiden Anrufern und teilte mit, dass es nur wenig Bargeld zu Hause habe, jedoch Schmuck und Gold besitze. Der männliche Anrufer forderte die 83-Jährige dann auf, die Wertsachen in einen Beutel zu packen und an einen Abholer zu übergeben, der sie dann zur Staatsanwaltschaft Hanau bringen würde.

Tatsächlich gab es zu keinem Zeitpunkt einen solchen Unfall.

Der Verdächtige soll dann am Mittwochabend zur Adresse des Opfers gegangen sein und von diesem die Beute im Wert von mindestens 5.000 EUR entgegengenommen haben. Kurz darauf wurde der Verdächtige mit der Beute festgenommen, als er sich vom Tatort entfernte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – hat das Amtsgericht Hanau am Donnerstag, den 19.03.2026, einen Haftbefehl gegen den 18-Jährigen erlassen, der sich seitdem in Untersuchungshaft befindet.

Die Ermittlungen dauern an.

Hinweis für Journalisten: Fragen zu dieser Mitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main (E-Mail: presse@gsta.justiz.hessen.de)

Offenbach, 20.03.2026, Pressestelle, Maximilian Edelbluth

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen sind zwischen 2022 und 2023 leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle von Mord verzeichnet, von denen 216 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24