16 Blutentnahmen wegen Rauschmitteln; Polizei ahndet zahlreiche Verstöße und stellt Fahrzeug still
Hanau: Drogenkontrollen im Straßenverkehr

Südosthessen (ost)
(fg) Am Mittwoch mussten insgesamt 16 Verkehrsteilnehmende eine Blutprobe abgeben, da der Verdacht besteht, dass sie unter dem Einfluss berauschender Mittel am Straßenverkehr teilnahmen. Sechs der Strafanzeigen wurden erstellt, da die Fahrer offenbar vor Fahrtantritt Kokain konsumiert hatten.
Die Polizei richtete ab 14 Uhr zwei Kontrollabschnitte ein, um auf Drogen im Straßenverkehr zu achten. Die Beamten waren in den Bereichen der Polizeistationen Hanau I und Offenbach (unter anderem an der Bundesstraße 448) unterwegs. Das Ziel solcher Kontrollen ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern und insbesondere gegen Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer vorzugehen. Während der Kontrollen wurden zahlreiche Ordnungswidrigkeiten festgestellt, ein Verstoß gegen das Waffengesetz und sechs Anzeigen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstellt. Zudem wurden vier Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz aufgedeckt.
Von den 16 Personen, die unter dem Einfluss berauschender Mittel unterwegs waren, begingen vier eine Ordnungswidrigkeit. Gegen 12 Verkehrsteilnehmende wurden Strafanzeigen erstellt; Drogenvortests vor Ort reagierten positiv auf THC und Kokain.
Ein wichtiger Teil der Kontrollaktionen war der Dialog mit den Verkehrsteilnehmenden und die Warnung vor dem Konsum berauschender Mittel und der Teilnahme am Straßenverkehr. Denn der Konsum von Alkohol und Drogen am Steuer gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer.
Bereits am Vormittag fand eine weitere Kontrollaktion der Polizeistation Großauheim in der Rodgaustraße statt. Ab 9 Uhr wurden insgesamt 70 Personen und 54 Fahrzeuge überprüft. Ein Fahrzeug musste stillgelegt werden, da der TÜV seit Dezember 2022 aufgrund schwerwiegender Mängel abgelaufen war. Die Kennzeichen, der Fahrzeugschein und die Zulassungsbescheinigung I wurden zur Verhinderung der Weiterfahrt eingezogen und an die Zulassungsbehörde des Main-Kinzig-Kreises geschickt. Der Fahrer stand offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen und musste zur Wache gebracht werden, um eine Blutprobe abzugeben. Insgesamt wurden bei der Kontrolle in der Rodgaustraße 17 Verstöße festgestellt, darunter fünf Handyverstöße und elf Gurtverstöße.
Offenbach, 08.05.2025, Pressestelle, Thomas Leipold
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenregistrierungen verzeichnet, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19.168, wobei 17.079 männliche Verdächtige und 2.089 weibliche Verdächtige waren. 6.494 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 nahezu gleich, wobei 17.106 männliche Verdächtige und 2.027 weibliche Verdächtige waren. 7.004 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








