Beamte reagierten auf auffällige Fahrweise, Dienstwaffe wurde eingesetzt, Auto flüchtete. Ermittlungen laufen, kein Verletzter bekannt.
Hanau: Polizeilicher Schusswaffengebrauch bei Verkehrskontrolle

Steinau an der Straße (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Hanau und des Polizeipräsidiums Südosthessen
(lei) Während einer Verkehrskontrolle in der Ringstraße kam es am späten Donnerstagabend zu einem polizeilichen Gebrauch von Schusswaffen. Nach den bisherigen Informationen hatte eine Polizeistreife gegen 23.30 Uhr zunächst ein Auto kontrolliert. Nach Abschluss dieser Kontrolle bemerkten die Beamten ein anderes Fahrzeug, das auffällig fuhr und daher ebenfalls überprüft werden sollte. Trotz entsprechender Anhaltezeichen der uniformierten Beamten gab es keine erkennbare Reaktion, sondern das Auto fuhr auf einen der Beamten zu. Infolgedessen wurde die Dienstwaffe in Richtung des Fahrzeugs eingesetzt, das daraufhin davonfuhr.
Während der Fahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, fanden die Beamten ein verlassenes und verschlossenes Auto in der Feldgemarkung bei Steinau. Ob es sich um das flüchtige Fahrzeug handelt, ist noch unklar und wird nun Teil der weiteren Ermittlungen sein, die von der Staatsanwaltschaft Hanau durchgeführt werden.
In Verbindung mit dem aufgefundenen Fahrzeug konnte die Polizei noch in derselben Nacht einen jungen Mann in einem Stadtteil ermitteln, der offenbar mit diesem Fahrzeug in Verbindung steht.
Die Kriminalpolizei hat mittlerweile Spuren am Ort des Geschehens in der Ringstraße gesichert. Das gefundene Fahrzeug wurde ebenfalls zur weiteren Untersuchung sichergestellt.
Es liegen der Polizei nach dem aktuellen Stand keine Informationen über Verletzte vor. Die Ermittlungen, auch zu den genauen Abläufen und Hintergründen des Vorfalls in der Ringstraße, dauern an.
Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06181 100-120 bei der Kriminalpolizei zu melden.
Anmerkung für Medienvertreter: Bitte richten Sie Rückfragen zu dieser Bekanntmachung an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hanau.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 224 auf 216 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








