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Hanau: Telefonbetrüger erbeuten wertvolle Beute

Kriminelle geben sich als Polizeibeamte aus und erbeuten Goldmünzen und Schmuck im Wert von 150.000 Euro von einem Ehepaar aus Hanau. Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise.

Foto: unsplash

Hanau / Frankfurt (ost)

Trotz mehrfacher Warnungen und umfassender Präventionshinweise der Polizei sind erneut Telefonbetrüger erfolgreich gewesen, indem sie mit einer bekannten Masche Menschen um ihren Besitz gebracht haben. Ein Ehepaar aus dem Raum Hanau wurde um Goldmünzen und Schmuck im Wert von etwa 150.000 Euro erleichtert, so die vorläufige Schätzung.

Die Täter gingen äußerst skrupellos vor, indem sie die Tat über zwei Tage hinweg ausführten und das gestohlene Gut an drei verschiedenen Orten übergaben. Sie gaben sich am Telefon als falsche Polizeibeamte aus und nutzten die Masche mit dem Unfall und der Kaution. Die Opfer wurden unter Druck gesetzt, indem behauptet wurde, eine nahe Angehörige habe einen tödlichen Unfall verursacht und könne nur mit einer Kaution einer Untersuchungshaft entgehen. Die Betrüger kontaktierten das Ehepaar über viele Stunden hinweg telefonisch und übten enormen Druck aus, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Der Kontakt begann am Dienstag gegen 19 Uhr im Weißdornweg in Hanau-Klein Auheim. Dort fand die erste Übergabe an einen unbekannten Mann statt, der als 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß beschrieben wurde. Er trug dunkle Kleidung und eine Schiebermütze.

Am folgenden Tag (Mittwoch, 14.01.) war ein weiteres Treffen im Bereich des Amtsgerichts Frankfurt-Höchst geplant. In der Paul-Schwerin-Straße wurden einem Mann ähnlichen Alters mit dunklen, kurzen Haaren und rundem Kopf zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr weitere Wertgegenstände übergeben.

Am Nachmittag desselben Tages, zwischen 15 Uhr und 16 Uhr, fand die dritte Übergabe in der Jahnstraße in Hanau statt. Dort erhielt ein weiterer Mann im Alter von 30 bis 40 Jahren weitere Wertgegenstände.

Es ist noch unklar, ob es sich bei den Abholern um dieselbe oder verschiedene Personen handelte. Sie verschwanden jeweils unerkannt. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise von Zeugen unter der Rufnummer 06181 100-123.

Die Polizei warnt erneut vor der Betrugsmasche und gibt Ratschläge, wie man sich schützen kann.

Die Täter nutzen den Schockmoment gezielt aus, um ihre Opfer unter Zeitdruck zu setzen und zu schnellen Entscheidungen zu drängen. Oft bemerken die Opfer den Betrug erst, wenn es bereits zu spät ist.

Quelle: Presseportal

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