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Hanau und Main-Kinzig-Kreis: Telefonbetrug mit hohem Schaden

Seniorin in Großauheim um Ersparnisse betrogen, Polizei sucht Geldabholer. Warnung vor falschen Notfällen und Tipps zur Prävention. Bei Verdacht Notruf 110 wählen.

Foto: Depositphotos

Hanau und Main-Kinzig-Kreis (ost)

1. Alarmierender Anruf: Ältere Frau in Großauheim um ihre Ersparnisse betrogen, Hinweise zum Geldabholer gesucht – Hanau-Großauheim

(db) Während eines Zeitraums von etwa zwei Stunden hielten die Anrufer die betroffene Seniorin konstant in der Leitung und setzten sie stark unter Druck. Sie spielten der Geschädigten einen akuten Notfall ihrer Tochter vor, die angeblich nach einem schweren Unfall im Krankenhaus lag und dringend operiert werden musste. Um die lebensrettende Operation durchzuführen, wurde sofort eine hohe Kaution verlangt. Ein weiterer Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und unterstützte die Forderungen. Telefonisch angeleitet, begab sich die Frau zur Bank, holte dort Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich aus ihrem Schließfach und übergab es dann einem männlichen Abholer in der Von-Brentano-Straße, der mit der Beute unerkannt entkam.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben: Etwa 40 Jahre alt, schlank, klein, dunkle, kurze Haare; er sprach akzentfrei Russisch.

Die Kriminalpolizei untersucht unter anderem, ob der Abholer die Geschädigte bereits auf ihrem Weg zur Bank und zurück beobachtet hat. Zeugen, die am Donnerstag in der Von-Brentano-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zur beschriebenen Person haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Die Polizei warnt nachdrücklich: Bei Anrufen mit vermeintlichen Notfällen von Familienmitgliedern sollten die Alarmglocken läuten! Legen Sie frühzeitig auf und rufen Sie Ihr Familienmitglied unter einer bekannten Nummer selbst zurück. Echte Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Behördenmitarbeiter fordern niemals Bargeld, Gold oder Schmuck als Kaution und schicken auch keine Personen zur Abholung von Wertgegenständen. Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Abholer und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn Sie Verdacht haben, wählen Sie die Notrufnummer 110.

2. DFSK Fengon 500 aus der Heegstraße gestohlen – Wächtersbach

(db) Zwischen Dienstag, 11 Uhr, und Donnerstag, 10 Uhr, wurde ein im öffentlichen Verkehrsraum der Heegstraße abgestelltes Auto von Unbekannten entwendet. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Fengon 500, ein SUV-Einstiegsmodell des chinesischen Herstellers DFSK. Wie die Täter Zugang zum Fahrzeug erlangten und es abtransportierten, wird derzeit von der Kriminalpolizei untersucht. Es liegen bisher keine Hinweise auf die Täter oder den Verbleib des Fahrzeugs vor.

Die Polizei bittet um Hinweise: Wer hat im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Heegstraße in Wächtersbach bemerkt? Wer kann Angaben zum Verbleib des SUV machen? Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06181 100-123 bei der Kripo in Hanau zu melden.

3. Diebe stahlen Verschönerungen für den Garten – Schlüchtern

(mm) In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatten es Diebe auf mehrere Pflanzen und ein neues Gartentor abgesehen. Die Täter drangen auf das Außengelände eines Baumarktes in der Kurfürstenstraße ein. Dort wurden Koniferen aus ihren Töpfen befreit und gestohlen. Die Täter sind bisher nicht bekannt. Die Kriminalpolizei aus Hanau ermittelt und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 06181 100-123.

4. Motorroller vor Schule gestohlen – Freigericht Somborn

(mm) Am Donnerstagabend zwischen 18 Uhr und 20.10 Uhr wurde ein schwarzer Motorroller von Unbekannten gestohlen. Der Roller war vor der örtlichen Schule im Konrad-Adenauer-Ring abgestellt. Eine Zeugin sah Personen in der Nähe des Tatorts, die einen Motorroller schoben. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Hanau unter der Rufnummer 06181 100-123 entgegen.

5. Dieseldiebe leerten den Tank eines Radladers – Birstein Unterreichenbach

(mm) Unbekannte haben am Mittwochabend zwischen 18.10 Uhr und 18.30 Uhr etwa 150 Liter Diesel aus einem im Waldgebiet abgestellten Radlader gestohlen. Zuerst brachen sie den Radlader einer Firma für forstwirtschaftliche Arbeit auf. Auch ohne den Fahrzeugschlüssel konnten die Täter den Radlader starten und umstellen, vermutlich um besser an den Tank zu gelangen. Die Täter flüchteten mit einem PKW aus dem Waldgebiet. Zeugen können sich unter der 06181 100-123 bei der Kriminalpolizei Hanau melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2022/2023

Die Autodiebstahlraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 1075 Fälle registriert, wovon 506 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 446 Verdächtige, darunter 414 Männer und 32 Frauen. 183 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1118, wobei nur 405 Fälle gelöst werden konnten. Es gab insgesamt 453 Verdächtige, darunter 415 Männer und 38 Frauen. 201 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Autodiebstähle in Deutschland registriert, insgesamt 7781 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.075 1.118
Anzahl der aufgeklärten Fälle 506 405
Anzahl der Verdächtigen 446 453
Anzahl der männlichen Verdächtigen 414 415
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 32 38
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 183 201

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% der Gesamtzahl ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen gab es 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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