Polizei ahndete Verstöße gegen Fahrtauglichkeit und Anschnallpflicht. Zwei Fahrer unter Drogeneinfluss, drei Verstöße gegen Gurtpflicht bestraft.
Hanau: Verkehrskontrolle Schwerpunkt Alkohol, Drogen, Gurtpflicht

Hanau (ost)
Der Konsum von Alkohol und Drogen am Steuer sowie das Nichtbefolgen der Gurtpflicht sind weiterhin die häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle oder deren schwerwiegende Folgen. Um die Verkehrssicherheit zu steigern und potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, führte die Polizei am Samstagnachmittag auf der Philippsruher Allee in Hanau eine einstündige Schwerpunktkontrolle durch.
Zwischen 13.30 und 14.30 Uhr überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 27 Fahrzeuge und 34 Personen. Der Fokus der festen Kontrollen lag auf der Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer sowie der Einhaltung der Anschnallpflicht.
Währenddessen stellten die Beamten mehrere Verstöße fest: In zwei Fällen bestand der Verdacht, dass Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. Beide mussten die Beamten zur Dienststelle begleiten, wo jeweils eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Zudem ahndeten die Einsatzkräfte drei Verstöße gegen die Gurtpflicht mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von jeweils 30 Euro.
Die Polizei plant, auch zukünftig ähnliche Kontrollen durchzuführen. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Alkohol und Drogen die Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen erheblich beeinträchtigen können. Ebenso wichtig ist: Der Sicherheitsgurt ist weiterhin der effektivste Schutz vor schweren oder tödlichen Verletzungen bei einem Verkehrsunfall – und kann im Notfall Leben retten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch konstant bei 19133, wobei die meisten männlichen Verdächtigen waren, gefolgt von weiblichen Verdächtigen und nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Todesfälle, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








