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Hanau: Verletzte bei Auseinandersetzung

Konfrontation auf der Straße und Unfallflucht – Festnahme zweier Tatverdächtiger. Zentrale Fragestellungen im Strafverfahren der Polizei in Hanau.

Foto: Depositphotos

Hanau (ost)

Was genau passierte in der Dresdner Straße und warum? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Strafverfahrens, das derzeit von der Polizei in Hanau untersucht wird. Es richtet sich gegen zwei Männer im Alter von 23 und 26 Jahren, die unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Fahrerflucht ermittelt werden.

Die Ermittlungen begannen nach einer Konfrontation zwischen ihnen, einem 33-jährigen Mann und einer 38-jährigen Frau am Dienstagabend auf offener Straße. Den ersten Informationen zufolge griffen die beiden jüngeren Männer die beiden älteren Personen gegen 18.40 Uhr in der Nähe des Humboldtweges an und griffen sie dann mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray an, bevor sie mit einem silbernen Mercedes davonfuhren. Die C-Klasse mit Hanauer Kennzeichen wurde von Polizeistreifen gefunden, die sofort zum Ort des Geschehens eilten und kurz darauf in der Frankfurter Straße (Höhe Hausmannstraße) verlassen vorfanden. Dort war das Auto gegen ein Geländer geprallt. Die beiden beschuldigten Männer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen und kurzzeitig vom Unfallort geflohen waren, konnten in der Nähe festgenommen werden.

Der 26-Jährige wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden, wo er derzeit bewacht wird, auch weil ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden drei weitere Personen leicht verletzt – wie und wann diese Verletzungen entstanden sind, muss noch ermittelt werden. Am Auto entstand vermutlich ein Totalschaden in Höhe von etwa 20.000 Euro. Auch der 33-jährige Mann wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Den beiden Beschuldigten wurden Blutproben entnommen und der Mercedes wurde beschlagnahmt.

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch weitgehend unklar. Es gab offenbar bereits am Mittag Ärger zwischen Familienmitgliedern der Beteiligten.

Einigen Schaulustigen, die die Einsatzmaßnahmen filmten, wurden Platzverweise erteilt, damit Rettungskräfte ungestört arbeiten konnten. Das inakzeptable Verhalten der Gaffer stieß bei den Einsatzkräften auf deutliche Kritik. Die Polizei weist zudem darauf hin, dass das Filmen verletzter Personen nicht nur die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen einschränkt, sondern unter Umständen auch strafbar sein kann – etwa nach § 201a StGB (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen).

Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls und bittet um Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 06181 100-120. Ob Verkehrsteilnehmer bei der Flucht des Fahrzeugs gefährdet wurden, ist bisher nicht bekannt. Sollte dies der Fall sein, werden auch sie gebeten, sich bei den Beamten zu melden.

Die Ermittlungen dauern an.

Offenbach, 30.07.2025, Pressestelle, Thomas Leipold

Quelle: Presseportal

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