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Hauneck: Einbruch in Wohnung – Kennzeichen entwendet – Auto beschädigt – 85-Jähriger wird Opfer von Love-Scammern

Einbruch in Wohnung und Diebstahl von Kennzeichen und Auto beschädigt. Ein 85-Jähriger fällt auf Love-Scamming-Betrug herein.

Foto: Depositphotos

Hersfeld Rotenburg (ost)

Einbruch in Wohnung

In Bad Hersfeld drangen Unbekannte am Freitag (20.02.) zwischen 14 und 18 Uhr in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Straße „Am Wendeberg“ ein, indem sie eine Balkontür aufbrachen. Danach durchsuchten sie die Räumlichkeiten der Wohnung und stahlen Bargeld. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 500 Euro geschätzt. Bitte Hinweise an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

Kennzeichen entwendet

In Hauneck entwendeten Unbekannte das vordere und hintere Kennzeichenschild „HEF-DA 344“ von einem blauen Opel Astra, der in der Hersfelder Straße in Unterhaun geparkt war. Hinweise bitte an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

Auto beschädigt

In Bad Hersfeld wurde im Zeitraum von Samstagnachmittag (21.02.) gegen 16 Uhr bis Sonntagmittag (22.02.) gegen 13.30 Uhr ein schwarzer Skoda Fabia, der in der Leipziger Straße geparkt war, von Unbekannten beschädigt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 400 Euro. Bitte Hinweise an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

85-Jähriger wird Opfer von Love-Scammern

In Wildeck wurde ein 85-jähriger Mann Opfer von skrupellosen Betrügern. Über eine Dating-Plattform kam er mit mehreren unbekannten Personen in Kontakt und fiel auf die Masche des sogenannten „Love-Scammings“ herein. Nachdem er über einen längeren Zeitraum aufgefordert wurde, Gutscheine zu kaufen und die Codes zu übermitteln, bemerkte er erst bei einem geplanten Treffen, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen war.

Die Masche der vorgetäuschten Liebe

Das Love- oder Romance-Scamming ist besonders perfide, da es für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden ist. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken suchen die Betrügerinnen und Betrüger potenzielle Opfer, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die Täuscher geben sich meist als attraktive Personen aus und erwecken durch Bilder und Videos den Eindruck, es handle sich um eine real existierende Person. Doch die abgebildete Person ist definitiv nicht diejenige, die mit den Opfern kommuniziert. Daher kommt es nie zu einem persönlichen Treffen.

Um Vertrauen aufzubauen, überhäufen die Betrüger ihre Opfer frühzeitig und über einen längeren Zeitraum mit Komplimenten und Liebesbekundungen. Oft dauern diese Phasen Wochen oder Monate, bis finanzielle Notlagen vorgetäuscht und um Geld gebeten wird. Viele Opfer zahlen auch, da sie zu diesem Zeitpunkt emotional abhängig von ihrem Internet-Partner sind.

Wenn die Opfer auf eine persönliche Geldübergabe bestehen, geben die vermeintlichen Liebhaber an, verhindert zu sein, und schicken angebliche Vertrauenspersonen, um das Geld entgegenzunehmen.

Folgen wie sozialer Rückzug und Scham bieten Betrügern eine Plattform. Sprechen Sie über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Zögern Sie nicht, die Polizei zu kontaktieren, wenn Sie Zweifel haben oder bereits einem Betrug zum Opfer gefallen sind. Die Polizei wird Ihnen helfen.

So erkennen Sie Love-Scammer: – Der erste Kontakt erfolgt über soziale Medien oder Dating-Plattformen. – Die meisten Betrüger kommunizieren gut in Englisch oder Deutsch. – Männliche Betrüger tragen oft Uniformen auf Bildern, weibliche Betrüger locken mit einem attraktiven Erscheinungsbild. – Betrüger überhäufen ihre Opfer frühzeitig mit Komplimenten und Liebesbekundungen.

Haben Sie den Verdacht, Opfer geworden zu sein? Das können Sie tun: – IGNORIEREN: Gehen Sie nicht auf Forderungen ein und überweisen Sie kein Geld. – SICHERN: Speichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis. – HILFE HOLEN: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. – BLOCKIEREN: Brechen Sie den Kontakt ab.

(Marc Leipold)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 3961 im Jahr 2022 auf 4224 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Dabei waren 1806 männliche und 847 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, im Jahr 2023 stieg die Anzahl auf 1918 männliche und 910 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 851 im Jahr 2022 auf 915 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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