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Hauneck-Oberhaun (Landkreis Hersfeld-Rotenburg): Schottersteine auf Gleisen, Zug überfährt Hindernisse

Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr. Strecke gesperrt, Züge mit Verspätungen. Reisende bleiben unverletzt, Schadenshöhe unbekannt.

Foto: Depositphotos

Hauneck-Oberhaun (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) (ost)

Wegen des Verdachts eines „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“ ermittelt seit gestern Nachmittag (28.11.) die Bundespolizeiinspektion Kassel. Bislang Unbekannte legten an einem Bahnübergang bei Hauneck-Oberhaun mehrere Schottersteine auf die Schienen. Ein Nahverkehrszug, der die Hindernisse trotz Schnellbremsung überfuhr, wurde durch den Vorfall beschädigt. Auch eine Achszähleinrichtung am Gleiskörper kam dabei zu Schaden.

Bahnstrecke gesperrt

Der Streckenabschnitt war für die Dauer der Ermittlungsarbeiten für rund eine Stunde gesperrt. Demzufolge kann es für 30 nachfolgende Züge zu erheblichen Verspätungen.

Reisende im Zug blieben trotz der Schnellbremsung unverletzt. Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor. Die Bundespolizeiinspektion Kassel bittet um Zeugenhinweise unter der Tel.-Nr. 0561 81616-0 oder über www.bundespolizei.de.

Wichtige Hinweise der Bundespolizei

„So was kann ins Auge gehen und teuer werden!“ Wenn Züge aufgelegte Steine überfahren, zerplatzen diese. Splitter werden dann zu Geschossen und können zu erheblichen Verletzungen umherstehender Personen führen. Ebenso groß ist die Gefahr, von Zügen erfasst und dadurch schwer verletzt oder gar getötet zu werden.

Zudem können Züge durch das Auflegen von Hindernissen entgleisen. Nicht nur verletze Personen, auch hohe Sachschäden können die Folge solcher Handlungen sein. Die hiermit verbundenen, zivilrechtlichen Schadenersatzforderungen an die Verursacher (bei Minderjährigen deren Eltern) können noch bis zu 30 Jahre nach dem Ereignis geltend gemacht werden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Die Anzahl der Getöteten betrug 188, Schwerverletzte 3.537 und Leichtverletzte 21.704.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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