Senioren bestohlen nach Reinigungsangebot an der Treppe. Polizei warnt vor reisenden „Handwerkern“.
Haustürgeschäfte in Battenberg

Korbach (ost)
Am Mittwoch haben zwei Unbekannte einen älteren Mann in Battenberg bestohlen, nachdem sie ihm Reinigungsarbeiten an seiner Treppe angeboten und teilweise durchgeführt hatten. Die Polizei bittet um Hinweise und warnt vor reisenden „Handwerkern“.
Am Donnerstag erstattete der ältere Mann aus Battenberg Anzeige bei der Polizei Frankenberg. Am Mittwoch sprachen ihn zwei Unbekannte an seiner Haustür in der Straße Am Hain an. Sie boten ihm an, seine Treppe zu einem festgelegten Preis zu reinigen. Die beiden vermeintlichen Handwerker begannen auch vereinbarungsgemäß mit den Reinigungsarbeiten. Nach der Hälfte der Arbeit machten sie eine Pause. Der ältere Mann verließ sein Haus, um das Geld für die vereinbarte Anzahlung zu holen. Als er zurückkehrte, übergab er den beiden Unbekannten einen Betrag im oberen dreistelligen Bereich. Kurz darauf beendeten sie ihre Arbeit und verschwanden. Der ältere Mann hoffte, dass die Arbeiten am nächsten Tag fortgesetzt würden. Dies war nicht der Fall. Außerdem stellte er fest, dass die Unbekannten Schmuck im Wert von über 1.000 Euro aus seinem Haus gestohlen hatten.
Die Täter wurden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Etwa 170 cm groß, athletische Statur, geschorene Haare bekleidet mit weißer Jacke, weißer Hose mit dunklen Streifen.
Täter 2:
Etwa 160 cm groß, dickliche Statur, kurze, dunkle Haare, bekleidet mit schwarzem T-Shirt, schwarzer Hose und dunklen Schuhen.
Beide Täter sprachen akzentfrei Deutsch. Sie waren mit einem weißen, geschlossenen Transporter unterwegs.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Bitte wenden Sie sich an die Polizeistation Frankenberg, Tel. 06451-72030.
Polizei warnt vor Haustürgeschäften
Da es immer wieder Berichte aus der Bevölkerung gibt, dass angebliche Handwerker an der Haustür Reinigungsarbeiten im Hof oder an der Hausfassade, sowie Reparaturarbeiten am Dach, der Dachrinne oder rund um das Haus anbieten, warnt die Polizei davor.
Die Anbieter solcher handwerklichen Dienstleistungen erscheinen unangemeldet an der Haustür und bieten die in ihren Augen dringend notwendigen Arbeiten am Haus oder im Hof an. Die Angebote wirken oft auf den ersten Blick preiswert.
Das Verhalten der reisenden Handwerker muss nicht unbedingt strafbar sein. Oft stellt sich jedoch heraus, dass die durchgeführten Arbeiten nicht fachgerecht waren, teilweise wurden minderwertige Materialien verwendet. Dadurch können sich die Folgekosten erheblich erhöhen.
Außerdem zeigt die bisherige polizeiliche Erfahrung, dass diese Handwerker sich nicht immer an die vorher vereinbarten Bedingungen halten, sondern plötzlich deutlich mehr Geld verlangen. In der Vergangenheit wurden Kunden oft massiv unter Druck gesetzt, indem sie die Arbeiten nicht oder erst nach Bezahlung abschlossen. Nach Fertigstellung der Arbeiten verschwanden die Handwerker. Der Kunde hatte dann keine Rechnung, keine Adresse und somit keinen Ansprechpartner, um eventuelle Gewährleistungsansprüche geltend zu machen.
Grundsätzlich rät die Polizei von solchen Geschäften ab.
Bürgerinnen und Bürger sollten die Seriosität solcher an der Haustür angebotenen Dienstleistungen überprüfen. Bei Zweifeln wird empfohlen, das Angebot abzulehnen. Zur weiteren Beratung kann auch die örtlich zuständige Dienststelle kontaktiert werden.
Weitere Informationen zum Schutz vor Betrug an der Haustür finden Sie im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/
Dirk Richter
Kriminalhauptkommissar
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle von Cyberkriminalität registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 gesunken. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls leicht gesunken, von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 insgesamt 29667 Fälle von Cyberkriminalität registriert, was die Region zur Spitze in Deutschland macht.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt







