Löschzug Bigge Olsberg hält Generalversammlung ab, zahlreiche Gäste begrüßt, Einsatzstatistik präsentiert
Helmeringhausen: Generalversammlung des Löschzuges Bigge Olsberg

Olsberg (ost)
Zur Generalversammlung des Löschzuges Bigge – Olsberg konnte Löschzugführer Michael Bause am Sonntag, dem 8. Februar 2026 zahlreiche Mitglieder sowie Gäste im Haus des Gastes in Olsberg begrüßen. Neben Bürgermeister Patrick Potthoff, der als neuer Bürgermeister der Stadt Olsberg zum ersten Mal an der Versammlung teilnahm, konnten die ehemalige Ortvorsteherin Sabine Bartmann sowie ihre Nachfolgerin Martina Gödde aus Olsberg, Ortsvorsteher Winfried Henke aus Helmeringhausen, Notfallseelsorger Pfarrer Burkhard Krieger und Wehrleiter Marc Stappert mit seinen beiden Stellvertretern Florian Stratmann und Sebastian Völmecke begrüßt werden.
Nach einem Gebet von Pfarrer Burkhard Krieger zur Ehrung der Verstorbenen der Feuerwehr sowie Opfern von Unfällen und Einsätzen, wurde zunächst das Protokoll der vergangenen Sitzung von Schriftführer Simon Ludäscher vorgetragen. Im Anschluss ging Löschzugführer Bause auf die Einsatzstatistik vom vergangenen Jahr ein.
Bei insgesamt 170 Einsätzen leisteten die derzeit 80 Feuerwehrfrauen- und Männer des Löschzuges 2705 Einsatzstunden. Zu 94 Brandeinsätzen und 76 Hilfeleistungen wurden die Mitglieder der Einsatzabteilung im Jahr 2025 alarmiert. Darunter waren alleine 32 Alarmierungen zu Brandmeldeanlagen oder gemeldete Auslösungen von Heimrauchmeldern. Häufige Ursache ist hier leider immer wieder Wasserdampf oder leicht angebranntes Essen. Zu den Einsatzstunden kommen noch 2635 geleistete Stunden von den 26 Übungsabenden. Zusätzlich wurden noch 234 Stunden bei Einsätzen und Übungsabenden durch die 15 Mitglieder der IUK – Einheit (Information und Kommunikation) abgearbeitet. Die Mitglieder des ABZ-Zuges Ost waren zusätzliche ca. 240 Stunden aktiv. Der Wasserförderzug des Hochsauerlandkreises, dem zwei Mitglieder des Löschzuges angehören, rückte im vergangenen Jahr zu 4 Waldbränden nach Arnsberg, Möhnesee, Sundern und Medebach aus. Zusätzlich noch zu einem Großbrand bei einem Sägewerk in Somplar. Alleine dieser Einsatz hatte über 30 Stunden gedauert. Auf die Pressearbeit vielen im vergangenen Jahr 475 Stunden. Auf die 399 veröffentlichten Berichte in den Sozialen Medien bei Facebook und Instagram des Löschzuges und der Feuerwehr Stadt Olsberg konnten insgesamt rund 4,3 Mio. Zugriffe verzeichnet werden. Hierzu kommen noch etwa 31.000 Zugriffe auf 30 Berichte im Presseportal. Zusätzlich wurden noch 1317 Stunden für Lehrgänge, Aus- und Fortbildungen auf Stadt- Kreis- und Landesebene absolviert. 525 Stunden wurden für Arbeiten am und im Gebäude geleistet. Hinzu kommen 840 Stunden für sonstige Veranstaltungen sowie 3626 Stunden für die Kinder- und Jugendarbeit. Somit kommen die Helfer der Stützpunktwehr auf eine Summe von zusammen 12123 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Die Bereitschaftszeiten aller Aktiven der Einsatzabteilung mit Meldeempfängern sind in diesen Stunden noch nicht berücksichtigt.
Im Anschluss ging der stellvertretende Löschzugführer Jörg Hanfland im Detail auf die absolvierten Lehrgänge, Fortbildungen, Aktivitäten sowie die Arbeiten am und im Feuerwehrhaus ein.
Timo Künsting berichtete stellvertretend für den hauptamtlichen Gerätewart Andrè Bathen und seine ehrenamtlichen Kollegen Bernd Balkenhol und Benedikt Pape. Er konnte berichten, dass die Ausstattung mit Schneeketten jetzt für alle Fahrzeuge abgeschlossen sei. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die immer kurzfristig zur Stelle sind, wenn die Fahrzeuge im Winter kräftezehrend mit Schneeketten ausgerüstet werden müssen. Für die Einsatzstellenhygiene konnte der Atemschutzwerkstatt neue Overalls übergeben werden. Diese können an Einsatzstellen an die Einsatzkräfte ausgegeben werden, die ihre verunreinigte Kleidung zur Reinigung abgegeben haben und nicht mehr in den Einsatz gehen. 55 sogenannte Totmannwarner für Atemschutzgeräteträger konnten für die gesamte Wehr beschafft und in Betrieb genommen werden. Sie lösen Alarm aus, falls ein Feuerwehrmann im Einsatz z.B. ein medizinisches Problem bekommt und regungslos am Boden liegt. So kann die Person schneller gefunden werden. Im allgemeinen wird die Ausrüstung des Löschzuges als sehr gut beurteilt.
Peter Zwiebler, der die Gerätewarte in den letzten Jahren immer tatkräftig unterstützt hatte, wurde jetzt anlässlich seines Übertritts in die Alters- und Ehrenabteilung aus der Mannschaft der Atemschutzwerkstatt / Einsatzstellenhygiene mit einem großen Dank verabschiedet.
Den Bericht der Brandschutzerziehung legte Andrea Bause ab. In 2025 wurden bei 14 Terminen alle Kindergärten in Bigge-Olsberg und die beiden Grundschulen besucht. Zusätzlich wurden auch wieder die Werkstätten des Josefsheims aufgesucht und die Mitarbeiter der Seniorenresidenz Erikaneum unterrichtet. Weiterhin wurde das Sommerfest des Martinus – Kindergartens um den Besuch eines Löschfahrzeugs bereichert. Die Termine fanden sowohl in den Einrichtungen als auch im Feuerwehrhaus statt und enthielten neben Vorträgen auch praktische Übungen für die Kinder und Demonstrationen. Somit wurden insgesamt 122 Stunden durch das Team der Brandschutzerzieher in 2025 geleistet.
Jugendfeuerwehrwartin Christina Balkenhol berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. 1 Mädchen und 18 Jungen zählte die Gruppe der Nachwuchsretter im Löschzug zum Jahresende. Ein Junge und ein Mädchen stehen kurz vor der Aufnahme, aus der Kinderfeuerwehr rücken im kommenden Jahr ebenfalls Mitglieder in die Jugendfeuerwehr auf. „Die Zukunft der Jugendfeuerwehr im Löschzug ist somit gesichert“, so Balkenhol. Beim Stadtfeuerwehrtag im Mai war die Gruppe gut vertreten, ebenso bei der Leistungsspange in Bad Berleburg. Hier mussten die 5 Disziplinen Löschangriff, Schnelligkeitsübung, Staffellauf und Kugelstoßen, sowie ein theoretischer Teil bestanden werden, um die Auszeichnung zu erlangen. Hier haben die Jugendlichen natürlich alle bestanden. Im Juli fand wieder das beliebte Wochenende „Berufsfeuerwehr“ statt. Hier wohnten die 18 Jugendlichen wieder mit ihren Ausbildern im Feuerwehrhaus und lernten den Alltag einer Berufsfeuerwehr kennen. Während dem Essen oder beim Unterricht klingelt der Gong, und es müssen Einsätze abgearbeitet werden. Dieses Wochenende bedeutet für alle Beteiligten meist wenig Schlaf, aber gleichzeitig viel Spaß und bleibende Erinnerungen.
Über die Arbeit der Kinderfeuerwehr berichtete wieder Kinderfeuerwehrwartin Christin Biermann. 15 Treffen mit verschiedenen Themen fanden bei den Löschfüchsen im vergangenen Jahr statt. Neben den Aufgaben der Feuerwehr, der Erklärung des Notrufes und dem Retten einer Person, wurden den 24 Kindern noch Themen wie Verkehrserziehung und die Nutzung eines Feuerlöschers nahegebracht. Sport stand natürlich auch für die 10 Mädchen und 14 Jungen auf dem Programm. Im Sommer konnten bei Wasserspielen die neuen Löschautos getestet werden. Diese wurden der Kinderfeuerwehr von der Schreinerei Christoph Hoffman aus Bigge als Spende übergeben.
Auf dem Kartoffelbraten im September konnten sich die Löschfüchse über eine Spende in Höhe von 500,- EUR freuen. Ein herzlicher Dank ging hierfür noch einmal an den Schützenverein St. Michael Olsberg. Beim Jubiläumsschützenfest hatten die Löschfüchse die Schilderkinder tatkräftig beim Festumzug unterstützt. Ein weiteres Erlebnis war für die Rettungszwerge der Besuch bei der Polizei in Meschede. Die Leitstelle, ein Streifenwagen und eine Arrestzelle hatten deutliches Interesse geweckt.
Der zweite Vorsitzende Volker Ehrich berichtete über die Aktivitäten des Spielmannszuges. 12 Feste wurden im Jahr 2025 musikalisch begleitet. Im Durchschnitt waren hierbei 19 Spielleute anwesend. Hinzu kommen 39 Übungsabende, an denen sich die Musiker zum Üben trafen.
Patrick Potthoff nutzte die Gelegenheit, in seinem Amt als neuer Bürgermeister, die Bedeutung des Feuerwehrwesens hervorzuheben und seine Anerkennung für den mitunter oftmals belastenden und gefährlichen, ehrenamtlichen Einsatz zu unterstreichen. Er war sehr von den Ausführungen des Löschzugführers über die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte des Löschzuges im vergangenen Jahr beeindruckt. „Sowas bekommt ein Außenstehender gar nicht im Detail mit, was hier für Arbeit geleistet wird.“ so Potthoff beeindruckt. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen für die geleistete Arbeit zur Sicherheit der Bürger und Gäste in der Stadt Olsberg. Zum Stand Neubau des Feuerwehrhauses konnte er von einer nahezu vollständigen Vergabe aller Aufträge berichten, alles läge in der Ramecke im Zeitplan.
Für die Ortsvorsteher sprach die neue Olsberger Ortsvorsteherin Martina Gödde und zeigte sich von der Leistung der Feuerwehr ebenfalls beeindruckt. Besonders aber auch den Familien der Einsatzkräfte, die eine Belastung durch das Engagement ihrer Angehörigen schultern, galt ihr Dank. Die ehemalige Ortsvorsteherin Sabine Bartmann dankte anschließend noch der Feuerwehr für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während ihrer Amtszeit und unterstrich eine „unfassbare ehrenamtliche Leistung“. Sie erhielt zum Abschied ein kleines Präsent vom Löschzug Bigge-Olsberg. Bartmann hatte die Feuerwehr Olsberg für den Heimatpreis 2025 der Stadt Olsberg vorgeschlagen. 1500,- EUR Preisgeld für den zweiten Platz waren damals das Ergebnis. Eine schöne Überraschung für alle Feuerwehrleute in der Stadt. In Abwesenheit wurde dem ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Fischer für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gedankt. Auch ihm sollte während der Veranstaltung ein Präsent überreicht werden, was er im Nachgang dann erhalten wird.
Wehrleiter Marc Stappert richtete im Anschluss einige Worte an die Versammlung. In seinem Bericht wurde die besondere Rolle des Löschzuges unterstrichen, welcher auch zu vielen Einsätzen im gesamten Stadtgebiet mit ausrückt. „Die Kinder- und Jugendarbeit, die nicht zuletzt der Nachwuchsgewinnung dient, zeigt erfreuliche Entwicklungen von mittlerweile rund 80 Kindern und 100 Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet“, so der Leiter der Feuerwehr. In naher Zukunft stehe die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans an. In diesem Zusammenhang war auch erfreulich festzuhalten, dass die Maßnahmen des vorherigen Plans nahezu vollständig abgearbeitet wurden. Mit gewissem Stolz lässt sich auch vermerken, dass in den letzten Jahren vom Hochsauerlandkreis als Aufsichtsbehörde lückenlos eine leistungsfähige Feuerwehr attestiert wurde. In den nächsten Jahren wird der Einsatzstellenfunk auf Digitalfunk umgestellt werden. Dazu wird die nötige Ausstattung nach und nach beschafft. Die Beschaffung eines Anhängers für die Einsatzstellenhygiene ist vergeben. Hierdurch wird das Hygienekonzept in der Stadt Olsberg weiter komplettiert. Der Kreis-Leistungsnachweis im Jahr 2027 wird mit Bruchhausen im Olsberger Stadtgebiet stattfinden.
Im Anschluss nahm Wehrleiter Stappert noch die Beförderungen und Ehrungen vor. Von der Feuerwehrfrau zur Oberfeuerwehrfrau wurde Sarah Vollmer befördert. Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann Fabian Dartmann und Simon Ludäscher. Von der Oberfeuerwehrfrau zur Hauptfeuerwehrfrau Marina Becker und vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister wurden Simon Fischer und Benjamin Nagel befördert. Vom Hauptfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister Philipp Benk. Nach bestandener Prüfung am Institut der Feuerwehr (IDF) NRW wurde Christin Biermann zur Brandmeisterin ernannt. Von der Brandmeisterin zur Oberbrandmeisterin wurde Christina Balkenhol ernannt. Mario Rath wurde ebenfalls nach bestandener Prüfung am IDF vom Oberbrandmeister zum Brandinspektor befördert. Gleichzeitig wurde er durch den Wehrführer zum Einheitsführer als Zugführer der ABC-Gruppe Olsberg ernannt.
Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde noch nachträglich Dirk Vollmer die Ehrennadel des VdF überreicht. Für 60 Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielt Wolfgang Linnemann die Ehrennadel in Gold.
Quelle: Presseportal








