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Hermannstein: Schaden durch Schockanruf

Eine Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis verlor über 36.000 EUR durch einen Betrug mit einem Goldbarren, nachdem sie einen Schockanruf erhielt.

Foto: Depositphotos

Dillenburg (ost)

Lahn-Dill-Kreis / Bad Nauheim: Über 36.000 EUR Schaden durch Schockanruf

Am Nachmittag des Mittwochs (04.09.2024) erhielt eine 61-jährige Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis einen Anruf von einer weinenden und schluchzenden Frau, die behauptete, die Tochter der Angerufenen zu sein. Aufgrund des Weinens war die Anruferin kaum zu verstehen, daher übernahmen eine andere Frau und ein Mann das Gespräch und gaben sich als Polizeibeamtin und Staatsanwalt aus. Durch ihre Gesprächsführung ließen sie die 61-Jährige glauben, dass ihre Tochter in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt war. Da die Tochter nun in U-Haft war, musste die Mutter eine Kaution hinterlegen. Die Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis konnte das geforderte Bargeld nicht aufbringen, bot jedoch an, einen Goldbarren im Wert von über 36.000 EUR von einer Verwandten zu leihen und als Kaution zu hinterlegen. Der falsche Staatsanwalt am Telefon nannte daraufhin eine Adresse in Bad Nauheim in der Nähe einer tatsächlich existierenden Anwaltskanzlei. Dort sollte die Frau den Goldbarren übergeben. Die 61-Jährige fuhr mit dem Auto in die Wetterau. Als sie an der genannten Adresse in der Bahnhofsallee ankam, wartete sie etwa 20 Minuten. Der Betrüger, der sich als Staatsanwalt ausgab, hielt währenddessen das Gespräch am Telefon aufrecht. Schließlich kam ein Mann, der vorgab, für die Anwaltskanzlei zu arbeiten, zum Fahrzeug. Nach einem kurzen Gespräch übergab die Frau dem Mann den Goldbarren. Danach verschwand der Mann zwischen den parkenden Autos auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Erst als die echte Tochter sich bei der 61-jährigen Frau meldete, während sie auf dem Rückweg in den Lahn-Dill-Kreis war, flog der Betrug auf. Die Polizei empfiehlt, keine Informationen über finanzielle Verhältnisse preiszugeben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst die Polizei an, auch über Notruf 110. Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Außerdem ist es ratsam, Familienmitglieder und Freunde über die Betrugsmaschen zu informieren. Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.

Wetzlar: Einbruch in Bäckerei

Zwischen Mittwoch (04.09.2024), 19:00 Uhr und Donnerstag (05.09.2024), 04:00 Uhr drangen Einbrecher gewaltsam in eine Bäckerei in der Hermannsteiner Straße in Wetzlar/Hermannstein ein. Die Täter erbeuteten eine geringe Menge Bargeld. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben, werden gebeten, sich mit der Kripo in Wetzlar in Verbindung zu setzen (Tel.: 06441 9180).

Herborn: Beschädigung des Außenspiegels

Unbekannte beschädigten den linken Außenspiegel eines geparkten weißen Mazda CX-5 in Herborn zwischen Dienstag (03.09.2024), 20:30 Uhr und Mittwoch (04.09.2024), 11:20 Uhr. Das Fahrzeug war am Straßenrand der Walther-Rathenau-Straße in Höhe der Hausnummer 21 geparkt. Anwohner hörten in der Nacht Männer auf der Straße grölend, die möglicherweise mit der Tat in Verbindung stehen könnten. Hinweise nimmt die Polizeistation Herborn unter Tel.: 02772 47050 entgegen.

Wetzlar: Dieseldiebstahl

Aus einem roten Mercedes Actros zapfte ein Dieb in Wetzlar knapp 150 Liter Diesel ab. Der Lastwagen parkte von Dienstag (03.09.2024), 15:15 Uhr bis Mittwoch (04.09.2024), 05:20 Uhr in der Straße „Hörnsheimer Eck“. Die Polizei in Wetzlar bittet um Hinweise unter Tel.: 06441 9180.

Tobias Schwarz, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 3858 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 4275 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 810 auf 723 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 637 auf 569, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 23528 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.858 4.275
Anzahl der aufgeklärten Fälle 810 723
Anzahl der Verdächtigen 637 569
Anzahl der männlichen Verdächtigen 571 498
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 66 71
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 266 275

Quelle: Bundeskriminalamt

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