Eine Frau wurde in einer Straßenbahn angegriffen und bedroht. Ein couragierter Jugendlicher wurde mit einer Axt vom Täter bedroht, der später festgenommen wurde.
Hessisch Lichtenau: Bedrohung in Straßenbahn, Flüchtender Täter mit Axt bedroht Jugendlichen

Kassel (ost)
Kassel-Bettenhausen:
Gestern Abend um 20:40 Uhr wurden die Polizeibeamten des Reviers Ost zur Haltestelle „Kirchgasse“ in Kassel gerufen, da ein Mann in einer Straßenbahn eine Frau beleidigt und bedroht haben soll. Das Opfer, eine 32-jährige Frau aus dem Werra-Meißner-Kreis, war mit fünf Kindern im Alter von 2 bis 13 Jahren und einem 16-jährigen Zeugen aus Kassel vor Ort. Letzterer war dem bereits geflüchteten Täter gefolgt. Beide berichteten den Beamten, dass der unbekannte Mann zusammen mit einer Begleiterin, die einen E-Scooter dabei hatte, in die Tram Richtung Hessisch Lichtenau eingestiegen war. Er forderte die Kinder auf, Platz zu machen, um den Roller abzustellen, was zu einem Streit mit der 32-Jährigen führte. Dabei soll er sie angespuckt und bedroht haben, woraufhin sie die Polizei rief und den Straßenbahnfahrer informierte. Der 16-Jährige versuchte zu helfen, sprach den Täter an und bat ihn, auf die Polizei zu warten. Doch der Mann und seine Begleiterin stiegen an der Haltestelle Kirchgasse aus, gefolgt vom Jugendlichen. Als der Täter die Axt bemerkte, die der Zeuge dabei hatte, zog er sie aus dem Rucksack und bedrohte den 16-Jährigen verbal. Daraufhin brach der Jugendliche die Verfolgung ab.
Die Polizei führte erste Ermittlungen anhand der Versicherungsplakette des Rollers durch und konnte den 49-jährigen Tatverdächtigen in Kaufungen festnehmen, etwa zwei Stunden nach dem Vorfall. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,1 Promille. Eine Axt wurde bei ihm nicht gefunden. Der Mann aus Kassel muss sich nun wegen Bedrohung und Beleidigung verantworten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 308, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 229, wovon 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 267, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








