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Homberg: Betrug durch falsche Bankmitarbeiter im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis

Im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis wurden mehrere ältere Menschen Opfer von Betrug durch falsche Bankmitarbeiter, die sie zur Herausgabe ihrer Bankkarten und TAN-Nummern überredeten.

Foto: unsplash

Homberg (ost)

Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 24.06.2026:

Edermünde / Niedenstein / Fritzlar

Fortsetzung zu https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44149/6297790

Nachdem eine ältere Dame aus Wabern-Hebel bereits am 16.06.2026 Opfer eines Betrugs durch falsche Bankangestellte geworden war, sind im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis in der Zeit vom 22.06.2026 bis 24.06.2026 weitere Taten mit ähnlicher Vorgehensweise bekannt geworden.

In Besse, einem Ortsteil von Edermünde, wurde am 22.06.2026 gegen 11:45 Uhr eine ältere Dame aus dem Sommerweg betrogen. Sie wurde von einer Frau angerufen, die vorgab, eine Bankangestellte zu sein. Durch Täuschung gewann sie das Vertrauen der älteren Dame und veranlasste sie, ihre Bankkarte und Bargeld an einen mutmaßlichen Komplizen zu übergeben.

Nachdem der Komplize gegangen war, kam es zu einer unberechtigten Abbuchung vom Konto der älteren Dame. Insgesamt entstand ein Schaden von 4.000,- Euro durch die Abbuchung und die Übergabe des Bargeldes.

Am Montag, den 22.06.2026, wurde eine ältere Dame aus Kirchberg, einem Ortsteil von Niedenstein, gegen 14:20 Uhr von einem angeblichen Bankmitarbeiter angerufen und zur Herausgabe ihrer Bankkarte angewiesen. Ein mutmaßlicher Komplize suchte das Haus der älteren Dame in der Emstalstraße auf. An der Haustür übergab die Dame ihm ihre Bankkarte.

Nachdem die Bankkarte abgeholt wurde, kam es zu einer Geldabhebung vom Konto der älteren Dame, wodurch ein Schaden von 5.000,- Euro entstand.

Bereits am selben Tag gegen 13:00 Uhr ereignete sich in Metze, einem Ortsteil von Niedenstein, ein weiterer Vorfall. Auch hier wurde ein älterer Herr von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen und aufgefordert, seine Bankkarte an einen Abholer zu übergeben. Als der vermeintliche Komplize am Haus des Herrn in der Straße Am Tränkegarten auftauchte, erkannte dieser den offensichtlichen Betrug und gab seine Bankkarte nicht heraus.

Am Dienstag, dem 23.06.2026, um 19:00 Uhr wurde ein älterer Herr aus Züschen, einem Ortsteil von Fritzlar, von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen. Dieser behauptete, dass es zu verschiedenen Abbuchungen vom Konto des Mannes gekommen sei. Im Verlauf des Gesprächs wurde der Herr angewiesen, eine Vielzahl von Überweisungen unter Angabe eigener TAN-Nummern freizugeben, um angeblich die zuvor genannten Abbuchungen rückgängig zu machen.

Der Herr erkannte den Betrug und konnte über seine Hausbank die Sperrung seines Kontos sowie die Rücknahme der Überweisungen veranlassen.

Das für Straftaten gegen ältere Menschen zuständige Kommissariat der Kasseler Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im genannten Zeitraum beobachtet haben oder Informationen zu den Taten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 zu melden.

Aufgrund des erneuten und vermehrten Auftretens von Fällen wird dringend darauf hingewiesen, dass PIN- und TAN-Nummern persönliche Daten sind und als digitaler Schlüssel für Geld- und Kontobewegungen dienen. Sie sind vertraulich und Banken, Behörden, Versicherungen oder die Polizei fordern niemals telefonisch, per E-Mail oder SMS zur Herausgabe dieser Nummern auf.

Ebenso werden diese Personen niemals persönlich an Ihrer Haustür erscheinen und die Herausgabe Ihrer Bankkarte verlangen. Lassen Sie sich außerdem niemals telefonisch dazu überreden, eine Online-Überweisung durchzuführen.

Christian Leßner, PHK, Pressestelle

Quelle: Presseportal

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