Polizei zieht Rollerfahrer in Homberg aus dem Verkehr. Mann mit offenen Haftbefehlen wird in Justizvollzugsanstalt gebracht.
Homberg: Rollerfahrer ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss gestoppt

Homberg (ost)
Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 30.07.2026:
Homberg/Efze
In Homberg wurde am Mittwochabend ein 40-jähriger Rollerfahrer von einer Streife der Polizeistation Homberg kontrolliert. Dabei ergaben sich mehrere strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn. Neben dem Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann zwei offene Haftbefehle vorlagen. Daher wurde er zunächst zur Polizeidienststelle gebracht und dann in eine Justizvollzugsanstalt überführt.
Um 19:30 Uhr befuhren die Beamten die Ignaz-Philip-Semmelweis-Straße in Homberg. Ein Rollerfahrer kam ihnen entgegen, der nach Schätzung der Streifenbesatzung mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h unterwegs war. Aufgrund dieser Geschwindigkeit entschieden sich die Beamten, umzukehren und das Fahrzeug zu kontrollieren.
Während der Kontrolle gab der 40-jährige Fahrer aus dem Schwalm-Eder-Kreis an, keine gültige Fahrerlaubnis zu besitzen. Er gab auch an, dass sein Roller eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 90 bis 100 km/h erreichen könne. Am Fahrzeug war nur ein Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2023 angebracht, dessen Gültigkeit bereits abgelaufen war. Aufgrund der angegebenen Höchstgeschwindigkeit hätte das Fahrzeug zugelassen und versichert sein müssen.
Der Mann gab auch zu, vor Fahrtantritt Alkohol konsumiert zu haben. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,09 Promille. Außerdem stimmte er einem freiwilligen Drogenvortest zu, der positiv auf THC und Amphetamine reagierte.
Daraufhin wurde der 40-Jährige zur Polizeidienststelle gebracht, wo ihm auf freiwilliger Basis eine Blutentnahme entnommen wurde.
Bei der Überprüfung der Person stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann zwei offene Haftbefehle vorlagen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht und wird heute einem Haftrichter vorgeführt.
Gegen den 40-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel eingeleitet. Auch mögliche weitere Verstöße im Zusammenhang mit den zulassungsrechtlichen Vorschriften werden geprüft. Die Ermittlungen dauern an.
Yvonne Winter, KHK`in – Pressesprecherin –
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und der Anteil der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden beliefen sich auf 6.914, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle machten den größten Teil aus, nämlich 117.817 (81,02%). Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Die Anzahl der Getöteten belief sich auf 188, Schwerverletzte gab es 3.537 und Leichtverletzte 21.704.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








