Ein älterer Mann wurde Opfer eines perfiden Betrugs, bei dem er eine hohe Bargeldsumme an einen falschen Justizbeamten übergab.
Homberg: Senior betrogen nach Schockanruf

Homberg (ost)
Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 16.06.2026:
Melsungen
Ein älterer Mann in der Gisbertzstraße in Melsungen wurde am Montagmittag Opfer eines hinterhältigen Betrugs durch falsche Amtsträger.
Nach bisherigen Informationen erhielt der Herr gegen 12:15 Uhr einen Anruf von einer unterdrückten Nummer. Eine unbekannte Dame gab sich als Polizistin aus und erklärte, dass der Sohn des Seniors einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nur gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werden könne.
Im Verlauf des Telefonats sollen auch andere Personen behauptet haben, Staatsanwalt und Richter zu sein. Darüber hinaus soll eine angebliche Schwiegertochter am Telefon geweint und eine emotionale Ausnahmesituation vorgetäuscht haben. Dadurch setzten die Täter den Senior stark unter Druck.
Im Gespräch wurde der Mann auch gefragt, wie viel Bargeld sich in seinem Haus befände. Während des Telefonats wurde ihm sogar von einem angeblichen Richter mitgeteilt, dass ein Justizbeamter, der zufällig in der Nähe sei, bereits vor seiner Tür stehe.
Kurz darauf übergab der Senior eine beträchtliche Summe Bargeld in drei Stoffbeuteln an den vermeintlichen Justizbeamten. Danach wurde ihm gesagt, dass er erneut kontaktiert werde, sobald das Geld gezählt sei. Bis dahin sollte er keine weiteren Anrufe entgegennehmen.
Die Person, die das Geld abholte, wird wie folgt beschrieben: ungefähr 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, mittellange braune Haare. Er trug eine braune Jacke mit roten Details an den Ärmeln.
Die Ermittlungen werden von den Ermittlern der Kriminalpolizei in Kassel, die für sogenannte „SÄM“-Delikte (Straftaten zum Nachteil älterer Menschen) zuständig sind, durchgeführt. Zeugen, die verdächtige Personen in der Gisbertzstraße beobachtet haben oder Hinweise auf die beschriebene Person geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-910-0 zu melden.
Die Polizei warnt erneut: Echte Polizeibeamte oder Justizbehörden fordern niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände als Kaution am Telefon. Bei solchen Anrufen wird empfohlen, misstrauisch zu sein, das Gespräch zu beenden, Angehörige zu informieren und im Zweifelsfall die Polizei zu kontaktieren.
Yvonne Winter, KHK`in – Pressesprecherin –
Quelle: Presseportal








