Ermittler haben einen 44-jährigen bulgarischen Mann ohne festen Wohnsitz als Verdächtigen identifiziert, der noch gesucht wird.
Identifizierung des Tatverdächtigen bei Diebstählen vom Baunataler Friedhof

Kassel (ost)
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung, die am 14.07.2025 um 11:04 Uhr unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6075977 veröffentlicht wurde).
Baunatal (Landkreis Kassel), Kassel-Wesertor:
Die Ermittler der EG 2 der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei verzeichnen einen Erfolg in Bezug auf die Diebstähle vom Friedhof in Baunatal-Rengershausen: Durch Hinweise, die nach der Veröffentlichung des Zeugenaufrufs bei der Polizei eingingen, und die fortgesetzten Ermittlungen konnte mittlerweile ein Tatverdächtiger identifiziert werden. Es handelt sich um einen 44-jährigen Mann mit bulgarischer Staatsangehörigkeit, der keinen festen Wohnsitz hat. Der Tatverdächtige, der zuletzt in Kassel wohnte, ist anscheinend untergetaucht und wird derzeit noch von den Ermittlern gesucht. Es wird vermutet, dass die Diebstähle in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli von einer Tätergruppe begangen wurden, weshalb die Ermittlungen bezüglich der weiteren unbekannten Komplizen noch andauern. Die Spurensicherung an dem vermutlich genutzten Fahrzeug der Diebe, einem blauen VW Golf 4, der bereits in der Tatnacht im Bleichenweg in Kassel gefunden wurde, ist mittlerweile abgeschlossen. In dem Fahrzeug stellten die Ermittler 27 teils beschädigte Gegenstände sicher, die von den Diebstählen vom Friedhof stammen. Es handelt sich um Marienfiguren, Schalen, Statuen und Gedenktafeln, größtenteils aus Bronze, mit einem Gesamtgewicht von über 100 Kilogramm. Nach Abschluss der Spurensicherung haben die Beamten der EG 2 begonnen, die Angehörigen der betroffenen Gräber zu kontaktieren, um die Gegenstände zuzuordnen und zurückzugeben. Es ist noch nicht abschließend geklärt, wie viele Statuen und Schalen fehlen, die von den Tätern erbeutet wurden, und dies ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der EG 2.
Bei dem Vorfall in der Straße „Zum Felsengraben“ in Baunatal haben die Diebe durch ihr gewaltsames Vorgehen, bei dem sie auch Werkzeuge zum Hebeln einsetzten, einen Gesamtschaden von rund 50.000 Euro an insgesamt 22 Gräbern und Grabstätten verursacht. Bisherigen Ermittlungen zufolge haben sie Figuren, Schalen, Statuen und Gedenktafeln im Wert von ca. 15.000 Euro erbeutet. In der Nacht wurde gegen 00:30 Uhr von einer Polizeistreife der blaue VW Golf 4 im Bleichenweg in Kassel gefunden, der mutmaßlich von den Tätern genutzt wurde, bevor die Diebstähle vom Friedhof überhaupt bekannt wurden. Zeugen beobachteten in der Nacht drei Personen aus dem Fahrzeug aussteigen und flüchten sehen. Die Identität des Eigentümers des sichergestellten Fahrzeugs, das mit gefälschten Göttinger Kennzeichen versehen war und schon lange nicht mehr zugelassen war, konnte bisher nicht festgestellt werden. Der nun ermittelte Tatverdächtige muss sich wegen besonders schweren Diebstahls, Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung verantworten. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle lag bei 224 bzw. 216. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








