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Identifizierung des Tatverdächtigen in Oberzwehren

Polizei hat 38-jährigen Täter gefunden; Zeugin meldet sich nach Angriff auf junge Frau

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

(Bitte schauen Sie sich auch unsere Pressemitteilung vom 19.02.2026 um 14:44 Uhr unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6220211 an).

Kassel-Oberzwehren:

Nach einem Vorfall am vergangenen Donnerstag, bei dem eine 19-jährige Frau im Stadtteil Oberzwehren in Kassel angegriffen wurde und ein bisher unbekannter Täter sie rassistisch beleidigt, geschubst und versucht haben soll, ihr das Kopftuch herunterzureißen, konnten die Ermittler der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen einen Erfolg verzeichnen. Laut den Kriminalbeamten wurde mittlerweile ein Verdächtiger identifiziert, der heute Morgen vorläufig festgenommen und befragt wurde. Der 38-jährige Mann aus Kassel gab zu, dass es an dem besagten Tag zur fraglichen Zeit zu einer Auseinandersetzung mit der jungen Frau gekommen war und er Teile der Vorwürfe einräumte.

Nachdem die Polizei am Donnerstagnachmittag einen Zeugenaufruf gestartet hatte, meldete sich auch die mutige Autofahrerin, die am Tatort in der Straße „Waranwiesen“ angehalten und dem Opfer ihre Hilfe angeboten hatte. Sie wird nun ebenfalls als Zeugin befragt. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zur Aufklärung des Sachverhalts dauern an.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 8 Uhr. Die 19-jährige Frau aus dem Schwalm-Eder-Kreis berichtete, dass sie mit einer Freundin durch die Straße ging, als der Mann sie plötzlich rassistisch beleidigte, ihr folgte und sie schubste. Später soll der Täter auch den Hitlergruß gezeigt haben. Als die mutige Autofahrerin anhielt, ließ der zunächst Unbekannte von der jungen Frau ab. Der nun identifizierte 38-jährige Deutsche muss sich wegen des Zeigens von Symbolen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Da er sich gegen seine Festnahme durch die Polizei wehrte, wird auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 224 auf 216 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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