Behördenübergreifende Kontrollen decken zahlreiche Verstöße auf und führen zur Schließung eines Bistros.
Innenstadtoffensive gegen Kriminalität: Große Razzia in Kasseler Spielhallen, Gaststätten und Shisha-Bars

Kassel (ost)
Kassel:
Im Rahmen des hessischen Sofortprogramms “Innenstadtoffensive gegen Kriminalität” führten Polizeibeamte der Kasseler Polizei gestern Kontrollen in insgesamt neun Spielhallen, Gaststätten und Shisha-Bars im Kasseler Stadtgebiet durch. Dabei erhielten die Beamten Unterstützung von Mitarbeitern des Ordnungsamts und Gewerbeaufsichtsamts der Stadt Kassel, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie der Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls und des Dezernats Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Kassel. Insgesamt wurden 34 Verstöße gegen das Spielhallengesetz, die Spielverordnung, die Gewerbeordnung und das Hessische Nichtrauchergesetz festgestellt. Ein Bistro musste aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen das Gaststättengesetz geschlossen werden. In vielen Fällen gab es Mängel bei den Fluchtwegen, Feuerlöschern oder Erste-Hilfe-Ausrüstung fehlte teilweise. In den beiden Shisha-Bars wurden auch erhöhte CO-Werte gemessen.
Das Ziel der kürzlich gestarteten Innenstadtoffensive ist die Erhöhung der Sicherheit in den hessischen Innenstädten durch konkrete polizeiliche Maßnahmen wie die Erhöhung des Kontrolldrucks, auch nachts. Die gute Zusammenarbeit der Polizei mit anderen Behörden soll ebenfalls zur Verbesserung der Situation beitragen. Zwischen 16 und 23 Uhr wurden insgesamt fünf Spielotheken, zwei Gaststätten und zwei Shisha-Bars in der Kasseler Innenstadt und Nordstadt kontrolliert, wobei 61 Personen überprüft wurden, darunter Personal und Gäste. Bei einer 25-jährigen Frau aus Berlin stellte sich heraus, dass sie wegen Betrugs per Haftbefehl gesucht wurde. Nach Zahlung von 900 Euro wurde sie freigelassen. Neben einem Verfahren wegen Mindestlohnverstoßes wurde auch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet. In einer der Shisha-Bars wurden eine Tüte und ein Koffer mit insgesamt 5,5 Kilogramm der Droge “Khat” gefunden. Da die Eigentumsverhältnisse der Drogen noch unklar sind, wurde eine Anzeige wegen illegalen Drogenbesitzes gegen Unbekannt erstattet. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.
Die Kasseler Polizei wird auch weiterhin solche Kontrollen durchführen und den Druck auf Straftäter an diesen Orten aufrechterhalten.
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25.216 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 24.363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23.331 auf 22.378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19.820 auf 19.168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.704 auf 17.079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.116 auf 2.089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.321 auf 6.494. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








