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Kassel: Auto angefahren, 35-Jähriger festgenommen

Ein 35 Jahre alter Mann hat seinen Kontrahenten mit dem Auto angefahren und verletzt. Der Angreifer wurde festgenommen und wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Kassel-Waldau:

Am Samstagnachmittag ist an einer Tankstelle in Waldau ein Streit zwischen zwei Männern derart eskaliert, dass ein 35 Jahre alter Mann seinen Kontrahenten mit seinem Auto angefahren und verletzt haben soll. Der Täter flüchtete zunächst vom Tatort, wurde jedoch nur wenige Stunden später festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der Vorfall, dessen genaue Hintergründe derzeit noch unklar sind und Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind, ereignete sich gegen 15:45 Uhr auf dem Gelände einer Tankstelle in der Nürnberger Straße. Laut Angaben des 32 Jahre alten Opfers gegenüber einer Streife des Polizeireviers Ost wurde er zunächst vom Tatverdächtigen aus seinem Fahrzeug heraus beleidigt und angespuckt. Anschließend soll der Mann mit seinem Auto auf den 32-Jährigen zugefahren sein, wobei dieser durch den Zusammenstoß mit dem Außenspiegel leicht verletzt wurde. Als der 35-Jährige dann ausstieg und mit einer Eisenstange bewaffnet hinter seinem Kontrahenten herlief, suchte dieser Schutz im Verkaufsraum der Tankstelle. Der Angreifer floh daraufhin mit seinem Fahrzeug. Der bereits polizeibekannte Mann wurde jedoch nach kurzer Zeit von mehreren Streifen der Kasseler Polizei in einer Garage an seiner Wohnanschrift in Kassel angetroffen und festgenommen. Da keine Haftgründe vorlagen, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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