Zivilstreife nimmt berauschten Autofahrer mit Haftbefehl und Diebesgut im Kofferraum fest. Ermittlungen dauern an.
Kassel: Autofahrer ohne Führerschein festgenommen

Kassel (ost)
Kassel-Unterneustadt:
Die Zivilfahnder der Kasseler Kripo zeigten am Samstagabend ihre gute Spürnase, als sie beschlossen, einen VW im Stadtteil Unterneustadt zu kontrollieren. Es stellte sich heraus, dass der 38-jährige Fahrer nicht nur unter dem Einfluss von Drogen und ohne Führerschein hinter dem Steuer seines unversicherten Autos saß, sondern auch mit einem Haftbefehl gesucht wurde und mutmaßliches Diebesgut bei sich hatte. Der Mann, der im Landkreis Kassel wohnt, sieht nun mehreren Strafverfahren entgegen.
Um 20:30 Uhr fiel den Beamten in der Dresdener Straße der VW Golf auf, da das ältere Fahrzeug offensichtlich nicht verkehrssicher war. Bei der folgenden Kontrolle waren die Zivilfahnder überrascht: Sowohl der 38-Jährige selbst als auch sein Führerschein und seine Kennzeichen waren zur polizeilichen Fahndung ausgeschrieben. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl wegen Nötigung vor, sein Führerschein sollte zur Durchsetzung eines verhängten Fahrverbots eingezogen werden und die Kennzeichen waren zur Entstempelung vorgesehen, da der VW bereits seit Mai 2025 nicht mehr versichert war. Es gab auch klare Anzeichen dafür, dass der 38-Jährige unter Drogeneinfluss stand. Als ob das nicht genug wäre, fanden die Beamten im VW neben mehr als 10 Gramm Amphetaminen und Utensilien zum Drogenkonsum auch Gegenstände, die wahrscheinlich aus Straftaten stammten. Dazu gehörten unter anderem mehrere Goldmünzen, Goldschmuck und zwei noch originalverpackte, hochwertige Smartphones. Der 38-Jährige wurde festgenommen und musste die Polizisten zur Wache begleiten, wo ihm von einem Arzt eine Blutprobe entnommen wurde. Durch die Zahlung der geforderten 1.200 Euro aus dem Haftbefehl konnte der 38-Jährige zumindest verhindern, dass er direkt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Sein Führerschein und die Kennzeichen des VW wurden ebenfalls sichergestellt. Die Ermittlungen, insbesondere die Zuordnung des mutmaßlichen Diebesguts, dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26.518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22.378 im Jahr 2022 auf 23.101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 im Jahr 2023 nahezu konstant im Vergleich zu 19.168 im Jahr 2022. Von den Verdächtigen waren 17.106 männlich und 2.027 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.494 im Jahr 2022 auf 7.004 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








