Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kassel: Autofahrer rammt mehrere Autos, verletzt Polizist

Ein 28-jähriger Mann verursachte gestern Abend in Kassel einen Unfall mit 20.000 Euro Schaden und verletzte einen Polizeibeamten bei seiner Festnahme.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Kassel-Zentrum:

Sechs Autos wurden insgesamt beschädigt, was zu einem Schaden von etwa 20.000 Euro führte. Ein Polizeibeamter wurde verletzt, eine Polizeizelle beschädigt und es gab zahlreiche Strafanzeigen nach einer Verfolgungsfahrt am gestrigen Donnerstagabend in Kassel. Ein 28-jähriger Mann wird nun wegen verschiedener Vergehen wie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Trunkenheit am Steuer, Fahrerflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Verantwortung gezogen.

Um 23:20 Uhr bemerkte eine Streife der Autobahnpolizei, dass an einem vor ihnen fahrenden Ford Fiesta in der Frankfurter Straße die Zulassungsplakette fehlte. Bei der Überprüfung des Kennzeichens stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht nur abgemeldet war, sondern auch an einem anderen Auto angebracht sein sollte. Als die Beamten den Fahrer stoppen und kontrollieren wollten, beschleunigte er und versuchte, in Richtung Wilhelmshöher Allee zu fliehen. Dabei streifte er einen geparkten Mercedes und einen entgegenkommenden Hyundai, dessen Fahrerin zum Glück unverletzt blieb. Aufgrund des gefährlichen und rücksichtslosen Verhaltens brachen die Polizisten zunächst die Verfolgung ab. Kurz darauf sah jedoch eine Streife des Reviers Mitte den Ford, der gerade von der Wilhelmshöher Allee in eine Einfahrt abbog, und folgte ihm. Als der Fahrer bemerkte, dass er in einer Sackgasse gelandet war, legte er den Rückwärtsgang ein. Dabei stieß er gegen das ihm folgende Einsatzfahrzeug sowie zwei geparkte Autos, konnte aber nicht weiter fliehen. Der Ford des Mannes wurde bei den Unfällen so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste. Bei seiner Festnahme leistete der 28-Jährige heftigen Widerstand. Ein Polizeibeamter wurde dabei verletzt und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Ein Drogentest ergab bei dem Fahrer eine positive Reaktion auf Kokain und THC, während ein Atemalkoholtest fast 0,5 Promille ergab. Ein Arzt entnahm ihm im Polizeirevier Blut. Dort stellte sich zudem heraus, dass der 28-Jährige keine Fahrerlaubnis besitzt. Während er kurzzeitig in einer Gewahrsamszelle war, schlug der äußerst aggressive Mann mit den Fäusten gegen die Zellenwand und beschädigte sie. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und der Anteil der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistiken für Hessen im Jahr 2023 zeigen insgesamt 145422 Unfälle. Davon entfallen 19527 Unfälle auf Personenschäden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 6914 Unfälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1164 Fälle, was 0,8% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117817, was 81,02% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 14839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3013 Unfälle (2,07%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 188, Schwerverletzte 3537 und Leichtverletzte 21704.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24