Zwei Männer stehlen Waren und flüchten auf E-Scootern, Polizei bittet um Zeugenhinweise in Fuldatal.
Kassel: Dreister Diebstahl in Supermarkt auf E-Scootern

Kassel (ost)
Fuldatal (Landkreis Kassel):
Am gestrigen Dienstagabend haben sich zwei bisher unbekannte Täter bei einem räuberischen Diebstahl in einem Supermarkt in der Ihringshäuser Straße in Fuldatal besonders dreist verhalten. Laut der Polizei des Polizeireviers Nord fuhren die beiden Männer gegen 21:10 Uhr auf E-Scootern in den Laden und steckten verschiedene Waren in ihre Rucksäcke. Der Ladendetektiv hatte dies bemerkt, da das Verhalten der vermeintlichen Kunden bereits verdächtig war. Deshalb stellte er sich mit einem Einkaufswagen am Ausgang des Marktes auf. Kurz darauf fuhr der erste Täter auf seinem E-Scooter an der Kasse vorbei, bezahlte nicht, beschleunigte und prallte gegen den Einkaufswagen, der als Blockade diente. Dann drängte er den Ladendetektiv beiseite und fuhr in Richtung der Endhaltestelle Ihringshäuser Straße davon. Sein Komplize zahlte zunächst eine Packung Toast. Als die Kassiererin ihn bat, den vollen Rucksack zu öffnen, flüchtete er jedoch fahrend aus dem Geschäft, nachdem er auch den Einkaufswagen am Ausgang mit seinem Elektroroller zur Seite geschoben hatte. Der Ladendetektiv blieb zum Glück unverletzt. Die Beschreibung der beiden Diebe lautet wie folgt:
1. Täter: männlich, ca. 25 Jahre alt, trug eine schwarze Jacke mit Kapuze, schwarze Hose und Rucksack
2. Täter: männlich, Glatze, mit Rucksack
Die weiteren Ermittlungen wegen des räuberischen Diebstahls werden von der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei durchgeführt. Zeugen, die Informationen zu den beiden Tätern haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, wobei 1785 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 2173 Verdächtige, darunter 1974 Männer und 199 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1077 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3217, wobei 1850 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 2263, davon waren 2046 männlich und 217 weiblich. Nicht-deutsche Verdächtige machten 1179 aus. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt