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Kassel: Flucht eines 22-jährigen Tatverdächtigen

Nach seiner Vorführung beim Amtsgericht Eschwege ist der Flüchtige seit Montag unbekannt.

Foto des flüchtigen Sobhi A.H.
Foto: Presseportal.de

Eschwege (ost)

Die Polizei in Eschwege

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Polizeidirektion Werra-Meißner

Ein 22-jähriger Verdächtiger, der am vergangenen Sonntag bei einem Volksfest in Bad Sooden-Allendorf einen 23-jährigen Mann bei einer Auseinandersetzung mit einem Cuttermesser am Hals verletzt haben soll, ist nach seiner gerichtlichen Vorführung beim Amtsgericht Eschwege am späten Montagnachmittag entkommen und sein Aufenthaltsort ist seitdem unbekannt.

Nachdem der Verdächtige das Gerichtsgebäude verlassen hatte und auf dem Weg zum Gefangenentransportfahrzeug war, flüchtete er zu Fuß, bevor er in das Gefängnis nach Kassel gebracht werden konnte. Die genauen Umstände seiner Flucht werden derzeit intern intensiv untersucht.

Zuvor wurde dem 22-jährigen Verdächtigen bei seiner gerichtlichen Anhörung am 18.08.2024 in Bad Sooden-Allendorf (siehe auch Pressemitteilung vom 19.08.2024, 15:04 Uhr) ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung eröffnet.

Nach seiner Flucht in Richtung der Innenstadt von Eschwege wurden umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die bisher jedoch nicht zur Ergreifung des 22-Jährigen geführt haben. Bei den Suchmaßnahmen wurde unter anderem auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Maßnahmen wurden am Montag bis in den Abend und am Dienstag fortgesetzt. Um die ersten Fahndungsmaßnahmen nicht zu gefährden, wendet sich die Polizei erst jetzt an die Öffentlichkeit. Die intensiven Suchmaßnahmen nach dem Verdächtigen werden weiterhin mit allen verfügbaren Fahndungs- und Ermittlungsmöglichkeiten fortgesetzt. Die ermittelnden Beamten hoffen zudem auf unterstützende Hinweise aus der Bevölkerung, um den Verdächtigen schnellstmöglich festzunehmen und in Untersuchungshaft zu bringen.

Es wird nach

Sobhi A. H.

gesucht

Beschreibung des Verdächtigen vom Montag (siehe auch aktuelles Foto):

Gefahrenhinweis:

Neben dem Vorfall am Sonntag in Bad Sooden-Allendorf ist der Verdächtige bereits in der Vergangenheit mehrmals polizeilich aufgefallen. Aufgrund dieser Tatsache und im Zusammenhang mit den Umständen des Vorfalls am Sonntag ist es nicht auszuschließen, dass der Verdächtige weiterhin aggressiv sein könnte und möglicherweise versuchen wird, seiner Verhaftung zu entgehen. Aus diesem Grund wird dringend davon abgeraten, den Flüchtigen anzusprechen.

Hinweise zum Aufenthaltsort des Verdächtigen nimmt die Polizei in Eschwege unter den folgenden Telefonnummern entgegen:

05651 / 925 – 260

05651 / 925 – 261

Wenn der Gesuchte gesehen wird, bitte sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren.

Auch jede andere Polizeidienststelle nimmt Hinweise in dieser Angelegenheit entgegen.

Pressestelle der Polizeidirektion Werra-Meißner-; PHK Först

Pressestelle der Staatsanwaltschaft Kassel-; Dr. Schwirzer, Oberstaatsanwalt

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2021/2022

Die Mordraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 255 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 243 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 245 auf 224. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 323 auf 308 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Bayern im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 403 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 255 243
Anzahl der aufgeklärten Fälle 245 224
Anzahl der Verdächtigen 323 308
Anzahl der männlichen Verdächtigen 275 283
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 48 25
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 137 147

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24