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Kassel: Gefälschte Marken-Handys und Smartwatches verkauft

Polizei warnt vor Betrugsmasche und gibt Tipps. Aktuell bearbeiten die Ermittler der Kasseler Kripo rund zwei Dutzend Fälle von Betrug, bei dem gefälschte Geräte verkauft wurden.

Täuschend echt aussehende Totalfälschungen, die von den Betrügern an die Opfer verkauft wurden
Foto: Presseportal.de

Nordhessen (ost)

Nordhessen/ Kassel:

Aktuell untersuchen die Beamten der Kasseler Kriminalpolizei rund zwei Dutzend Betrugsfälle, bei denen eine Gruppe von Tätern gefälschte Markenhandys und Smartwatches verkauft hat. Aufgrund der täuschend echten Optik der Geräte (siehe Foto) und der Täuschung beim Einschalten, dass es sich um ein Apple-Produkt handelt, haben die Opfer erst beim Einrichten der Geräte festgestellt, dass es sich um eine Totalfälschung handelt. Neben den laufenden Ermittlungen gegen die Tätergruppe möchte die Polizei zur Vorsicht bei günstigen Angeboten raten und Tipps geben, wie man sich vor einem solchen Betrug schützen kann.

Die ersten Anzeigen in dieser Serie von Betrügereien wurden vor einigen Wochen bei der Polizei eingereicht. In den meisten der vorliegenden Fälle wurden die Apple-Smartphones und -Watches in Originalverpackungen über ein Kleinanzeigenportal als Neuware angeboten, wobei der Preis deutlich unter dem Marktpreis lag und somit für die Opfer äußerst verlockend war. Nach Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer wurde der Druck erhöht, indem dieser angab, dass das Angebot nur heute gültig sei oder es mehrere Interessenten gebe. Daraufhin vereinbarten die Betrüger Verkaufstreffen an verschiedenen Orten in Kassel und im Landkreis Kassel wie Lohfelden und Hofgeismar. Die Opfer, die aus ganz Nordhessen und Südniedersachsen kamen, erhielten nach der Bezahlung das originalverpackte Produkt, oft sogar mit einer Rechnung, was die vermeintliche Seriosität des Kaufs unterstrich.

Wie die Ermittler mitteilen, gab es auch einige Fälle, bei denen die Tätergruppe die Betrugsopfer in Geschäften, Spielhallen oder Straßenbahnen, hauptsächlich in der Kasseler Innenstadt, ansprach und die gefälschten Apple-Produkte anbot. Wie auch bei den vereinbarten Treffen bemerkten die Käufer erst im Nachhinein, dass es sich um eine Fälschung handelte und sie einem Betrug aufgesessen waren. Ein Kontakt zum Verkäufer konnte dann nicht mehr hergestellt werden.

Durch die Ermittlungen der Kriminalbeamten konnten einzelne Mitglieder der Tätergruppe, die im Landkreis Kassel leben, identifiziert und mehrere Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht werden. Dennoch ist trotz der laufenden Ermittlungen nicht auszuschließen, dass die Verkaufsgeschäfte fortgesetzt werden.

Um sich beim Kauf eines Smartphones oder einer Smartwatch vor Betrug zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, wobei 3961 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 2653 Verdächtige, darunter 1806 Männer, 847 Frauen und 851 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 10106, wobei 4224 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 2828, darunter 1918 Männer, 910 Frauen und 915 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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