Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, nachdem sie gefälschte Kopfhörer und Handys feilgeboten hatten. Ein 36-Jähriger bespuckte die Polizisten.
Kassel: Polizei schnappt Betrüger mit gefälschten Markenprodukten

Kassel (ost)
Kassel-Nord:
Zwei Verdächtige, die in der Nordstadt von Kassel gefälschte Kopfhörer und Handys der Marken Apple und Samsung verkauft haben, wurden gestern Nachmittag dank eines 37-jährigen Mannes festgenommen. Zuvor hatten die beiden Verdächtigen dem Zeugen gegen 14:30 Uhr in der Holländischen Straße vermeintlich neue Apple AirPods für nur 90 Euro angeboten. Der 37-jährige Mann aus Guxhagen hatte sofort Zweifel an der Echtheit der Kopfhörer und lehnte höflich ab. Da die beiden Männer zuvor schon versucht hatten, ihre Waren auf einem Parkplatz und in verschiedenen Geschäften zu verkaufen, rief er die Polizei an und behielt die Verdächtigen im Auge, bis sie in ein Bistro gingen. Dort konnten die herbeigerufenen Streifenpolizisten des Polizeireviers Mitte die 26 und 36 Jahre alten Männer finden. Bei der folgenden Durchsuchung der beiden Verdächtigen fanden die Polizisten fünf Kopfhörer, vier Handys und eine Smart-Watch.
Obwohl alle Gegenstände auf den ersten Blick täuschend echt aussahen, handelte es sich nach bisherigen Erkenntnissen um wertlose Fälschungen. Beide Männer wurden daraufhin festgenommen und auf die Wache gebracht, wobei sich der aggressive 36-Jährige, der unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand, gegen die Polizisten wehrte, sie bespuckte, bedrohte und beleidigte. Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt. Die gefälschten Kopfhörer, Handys und die Uhr wurden beschlagnahmt. Gegen die Verdächtigen aus Rumänien, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, wird nun wegen versuchten gewerbsmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen das Markengesetz ermittelt. Der 36-Jährige muss sich außerdem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung verantworten. Die Ermittlungen dauern an.
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 8896 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 9798 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 4173 im Jahr 2021 auf 3961 im Jahr 2022 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 2766 im Jahr 2021 auf 2653 im Jahr 2022. Von den Verdächtigen waren 1945 männlich, 821 weiblich und 948 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.896 | 9.798 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.173 | 3.961 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.766 | 2.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.945 | 1.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 821 | 847 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 948 | 851 |
Quelle: Bundeskriminalamt








