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Kassel: Polizei sucht Zeugen nach Beleidigung und Bedrohung in Straßenbahn

Drei Jugendliche beleidigten, bespuckten und bedrohten zwei Männer in Kassel. Polizei bittet um Hinweise auf Täter-Trio.

Foto: unsplash

Kassel (ost)

Kassel:

Am Sonntagabend haben drei bisher unbekannte Täter zwei junge Männer in einer Straßenbahn in Kassel verbal beleidigt, bespuckt und mit geballten Fäusten bedroht. Aufgrund eines homophoben Motivs werden die Ermittlungen wegen Beleidigung und Bedrohung wie üblich bei der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Die Polizei sucht nach Zeugen und Fahrgästen, die Informationen über die unbekannten Täter geben können.

Das 20-jährige Opfer berichtete bei der Anzeigeerstattung am Montag auf dem Polizeirevier Ost, dass der Vorfall zwischen 19:40 Uhr und 20:00 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 7 zwischen dem Königsplatz und der Weserspitze stattfand. Die drei unbekannten männlichen Jugendlichen hatten ihn und seinen Begleiter neben ihm plötzlich homophob beleidigt, sowohl verbal als auch durch anstößige Gesten. Die beiden Männer reagierten ruhig und baten das Trio, sie in Ruhe zu lassen. Als die Unbekannten an der Haltestelle „Weserspitze“ ausstiegen, spuckten sie die Männer an, bedrohten sie mit geballten Fäusten und schlugen von außen gegen die Scheibe der Straßenbahn, bevor sie weiterfuhr. Die Täter waren ca. 16 Jahre alt und zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter groß, mit schwarzen Haaren und trugen schwarze Hosen mit dem weißen Aufdruck „Under Armour“. Zwei von ihnen trugen schwarze Jacken und waren schlank, während der dritte Täter mit einer grauen Jacke etwas kräftiger war.

Neben den laufenden Ermittlungen, bei denen auch die Videoaufnahmen der Bahn überprüft werden, bittet die Polizei nun um Informationen über die unbekannten Täter. Zeugen und Fahrgäste, die etwas wissen, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Ansprechpartner für LSBT*IQ beim PP Nordhessen

Für Fragen zu lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Lebensweisen (LSBT*IQ) aller Menschen in der Stadt Kassel und den Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg steht eine Kontaktperson im Polizeipräsidium Nordhessen zur Verfügung. Diese Person fungiert als Verbindung zwischen der LSBT*IQ Community, lokalen oder überregionalen Organisationen und der Polizei, um Vorurteile abzubauen, aufzuklären und ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/lsbtiq-in-nordhessen.

Quelle: Presseportal

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