Eine Auseinandersetzung mit Schüssen aus Schreckschusswaffe in Kassel löste Polizeieinsatz aus. Ein 19-jähriger Passant wurde verletzt, Täter flüchtig.
Kassel: Polizeieinsatz nach Schüssen am Stern

Kassel (ost)
Kassel-Zentrum:
Ein Streit zwischen mehreren Personen am Stern in Kassel, bei dem Schüsse vermutlich aus einer Schreckschusswaffe abgefeuert wurden, führte gestern Abend zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein 19-jähriger Passant aus Kassel, der in den Streit verwickelt war und einen Faustschlag abbekam, erlitt eine leichte Kopfverletzung, die vor Ort von Rettungskräften behandelt wurde. Die Untersuchungen zu den Ursachen des Streits und den beteiligten Personen dauern derzeit an.
Der erste Anruf einer besorgten Passantin ging gegen 20:30 Uhr bei der Kasseler Polizei ein. Sie meldete eine handfeste Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, bei der angeblich ein Messer gezeigt und Schüsse abgegeben wurden. Sofort eilten zahlreiche Streifen zum Ort des Geschehens, wo sie nur den verletzten 19-Jährigen vorfanden. Laut seinen Aussagen und denen anderer Zeugen trafen zwei bekannte Gruppen, bestehend aus sechs und zwei Männern, an der Straßenbahnhaltestelle aufeinander und gerieten zunächst verbal in Streit. Anschließend soll die sechsköpfige Gruppe die beiden Unbekannten mit einem Messer bedroht und Schüsse aus einer Pistole abgegeben haben, bevor alle Beteiligten in verschiedene Richtungen flohen. Die sofortigen Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Tätern verliefen ergebnislos. Am Tatort fanden die Polizisten mehrere Knallpatronenhülsen, was darauf hindeutet, dass eine Schreckschusswaffe verwendet wurde. Bis auf den 19-Jährigen, der zufällig zwischen die Gruppen geraten war, blieben alle unverletzt. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung werden von der EG 1 der Kasseler Polizei durchgeführt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2021/2022
Die Mordraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind leicht gesunken. Im Jahr 2021 wurden 255 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur 243 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 245 auf 224 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 323 auf 308. Davon waren 275 männlich, 48 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2022 in Bayern die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit 403 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 255 | 243 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 245 | 224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 323 | 308 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 275 | 283 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 48 | 25 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 147 |
Quelle: Bundeskriminalamt








