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Kassel: Rollerfahrer demoliert Pkw nach Unfall

Ein alkoholisierter Rollerfahrer verursacht Ärger und Schäden nach einem Verkehrsunfall in Kassel-Süd.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Kassel-Süd:

Ein betrunkener Rollerfahrer in der Kasseler Südstadt zeigte sich gestern Abend wütend, nachdem er bei einem Verkehrsunfall gestürzt war. Der verärgerte 35-jährige Mann schlug und trat vor den Augen mehrerer Zeugen gegen den Mercedes der Unfallgegnerin und verursachte damit zusätzlichen Schaden am Fahrzeug. Er muss sich nun nicht nur wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, sondern auch wegen Sachbeschädigung verantworten.

Den Berichten zufolge ereignete sich der Unfall auf der Frankfurter Straße in der Nähe der Haltestelle „Am Weinberg“ gegen 18 Uhr. Die 51-jährige Mercedes-Fahrerin aus Kassel hatte laut bisherigen Erkenntnissen aus einer Parklücke rechtsseitig der Straße ausgeparkt und wollte von der Rechtsabbiegespur auf den rechten der beiden stadtauswärts führenden Fahrstreifen der Frankfurter Straße wechseln. Als sie den Rollerfahrer von hinten sah, bremste sie nach eigenen Angaben und wich nach rechts aus. Auch der Rollerfahrer wich aus und kollidierte mit dem abbremsenden Pkw, wodurch er auf die Straße stürzte und sich leicht verletzte. Danach stand er auf und ging zum Mercedes, auf den er wütend einschlug und trat, so die Zeugen. Der Gesamtschaden an Pkw und Motorroller beläuft sich auf etwa 5.000 Euro. Weitere 300 Euro entstehen durch Schläge und Tritte am Mercedes. Bei der Ankunft der Polizei war der 35-Jährige aus dem Landkreis Kassel beruhigt, aber die Beamten stellten schnell Alkoholgeruch fest. Da ein Atemalkoholtest etwa 1,1 Promille ergab, musste er die Beamten zur Blutentnahme auf das Revier begleiten. Sein Führerschein wurde eingezogen. Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Unfälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 1.164, was 0,8% der Gesamtzahl ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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