Drei Schwerverletzte nach Zusammenstoß zweier Pkw in Kassel-Nord, Polizei sucht Zeugen.
Kassel: Schwerer Unfall auf Holländischer Straße

Kassel (ost)
Kassel-Nord:
Gestern Nachmittag kam es auf der Holländischen Straße in Kassel zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei Autos, bei dem zwei Männer und eine Frau schwer verletzt wurden. Alle drei wurden von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht. Bei einem der Verletzten, einem 61-jährigen Autofahrer, besteht derzeit Lebensgefahr. Die Straße um die Unfallstelle herum war bis 21:00 Uhr gesperrt, um Rettungs- und Bergungsmaßnahmen durchzuführen und die Arbeit eines Gutachters zu ermöglichen, der in die Ermittlungen eingebunden war. Dies führte zu erheblichen Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr.
Der Unfall ereignete sich gegen 17:40 Uhr. Der 61-jährige Fahrer eines VW war stadtauswärts auf der Holländischen Straße unterwegs und wollte nach links in die Fichtnerstraße abbiegen. Dabei kollidierte er mit einem Audi, der von einem 26-jährigen Mann aus Kassel gesteuert wurde. Zeugenberichten zufolge war der Audi mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Nach dem Zusammenstoß kam der VW auf den Schienen und der Straße zum Stillstand, während der Audi über den Gehweg schleuderte und in einer Hecke endete. Die 44-jährige Beifahrerin im Audi flüchtete zunächst nach dem Unfall, wurde jedoch kurz darauf von der Polizei gefunden und behandelt. Über 150 Schaulustige erschwerten die Bergungsarbeiten und die Ermittlungen der Polizei. Weitere Streifen wurden angefordert, um die Unfallstelle zu räumen. Der Sachschaden an den beiden zerstörten Autos beläuft sich auf insgesamt etwa 50.000 Euro. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.
Die Polizei sucht zusätzliche Zeugen des Unfalls. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die Mehrheit der Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle mit 117.817 Fällen. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








