Unbekannte betrügen Senioren mit Schockanrufen auf Russisch, erbeuten fünfstellige Geldbeträge an der Haustür. Ermittler suchen nach Zeugen.
Kassel: Senioren in Unterneustadt betrogen, Polizei sucht Zeugen von Geldabholung

Kassel (ost)
Kassel-Unterneustadt:
Einige Tage zuvor wurden zwei ältere Kasseler Bürger von Unbekannten mit Schockanrufen betrogen und um große Geldsummen gebracht. Gestern wurde auch eine ältere Dame in Kassel-Unterneustadt Opfer. Es wird vermutet, dass es sich in allen Fällen um die gleichen Täter handelt, die jedes Mal Russisch am Telefon sprachen, also in der Muttersprache des Opfers. Mit einer erfundenen Geschichte über einen angeblichen Autounfall der Enkelin erbeuteten die Betrüger Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich, welches schließlich an der Haustür der Frau abgeholt wurde. Die Ermittler der EG SÄM suchen nun nach Zeugen, die den Geldabholer beobachtet haben oder anderweitig Hinweise auf die Täter geben können.
Die alte Dame erhielt gegen 11 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine angebliche Polizeibeamtin erzählte in russischer Sprache, dass die Enkelin der Angerufenen einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei seien sowohl die Enkelin als auch eine andere Frau verletzt worden, für deren Behandlung im Krankenhaus hohe Kosten entstünden. Um eine Pfändung durch einen Gerichtsvollzieher zu verhindern, sollte die Dame die Kosten übernehmen und sofort in bar begleichen. Die Rentnerin wurde so unter Druck gesetzt, dass sie schließlich ihre Ersparnisse in eine schwarze Sporttasche aus Kunstleder packte. Gegen 12:30 Uhr erschien dann ein Mann an der Haustür des Opfers in einem Wohngebiet in der Nähe der Staustufe Kassel, nahm die Tasche mit dem Geld entgegen und flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Der Geldabholer soll laut der Seniorin etwa 30 Jahre alt und 1,85 cm groß gewesen sein, einen dunkleren Teint, kurzes schwarzes Haar sowie leichten Bartwuchs gehabt haben. Er trug eine schwarze Jacke und sprach deutsch. Einige Zeit später rief das unter Schock stehende Opfer dann die angeblich verunfallte Enkelin an und der Betrug flog auf.
Personen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in dem Wohngebiet in der Nähe der Kasseler Staustufe beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle liegt ebenfalls niedriger, mit 224 gelösten Fällen im Jahr 2022 und 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 308 Verdächtigen im Jahr 2022 auf 267 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








