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Kassel: Sexuelle Belästigung im Zug, Bundespolizei fasst Tatverdächtigen

Ein 16-Jähriges Mädchen wurde im Zug belästigt, der Täter wurde festgenommen und es wurden Drogen gefunden.

Foto: Depositphotos

Gießen (ost)

Ein Vorfall in einem Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) auf der Fahrt von Friedberg nach Gießen sorgte gestern Abend (17.10.; 22.30 Uhr) für Aufregung, verursacht von einem 35-jährigen Mann aus Borgentreich (Landkreis Höxter, Nordrhein-Westfalen).

Während der Zugfahrt soll der Mann eine 16-jährige aus Heuchelheim sexuell belästigt haben. Zeugenberichten zufolge versuchte er, das Mädchen an der Brust zu berühren.

Dank dem Eingreifen anderer Mitreisender konnte eine weitere Belästigung verhindert werden. Durch das Eingreifen eines noch unbekannten Zeugen kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Mann aus Borken und dem Unbekannten. Der 35-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen im Gesicht.

Nach der Ankunft am Bahnhof Gießen wurde der 35-Jährige vorläufig von Bundespolizisten festgenommen. Bei den folgenden polizeilichen Maßnahmen wurden eine große Menge Cannabis, etwa 600 verbotene Tabletten und eine geringe Menge Marihuana gefunden.

Aufgrund seines offensichtlich beeinträchtigten Gesundheitszustandes wurde der Festgenommene vorsorglich in ein Krankenhaus in Gießen gebracht. Nach ärztlicher Versorgung und Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen soll der 35-jährige Asylbewerber aus Algerien einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Körperverletzung, sexueller Belästigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Hinweise zum Fall werden unter der Telefonnummer 0561 81616-0 oder über www.bundespolizei.de erbeten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25216 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 24363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23331 auf 22378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19820 auf 19168. Unter den Verdächtigen waren 17704 Männer und 2116 Frauen im Jahr 2021, während es im Jahr 2022 17079 Männer und 2089 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6321 im Jahr 2021 auf 6494 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70510 registrierten Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 25.216 24.363
Anzahl der aufgeklärten Fälle 23.331 22.378
Anzahl der Verdächtigen 19.820 19.168
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.704 17.079
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.116 2.089
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.321 6.494

Quelle: Bundeskriminalamt

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