Mann bei Auseinandersetzung schwer verletzt, 28-Jähriger in Untersuchungshaft wegen versuchtem Totschlag.
Kassel: Streit endet lebensgefährlich, Tatverdächtiger in Haft

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
Kassel-Bettenhausen:
Am Freitag gab es in Kassel-Bettenhausen eine Konfrontation zwischen zwei Männern, bei der einer von ihnen, ein 43-jähriger Kasseler, lebensgefährlich mit einem Messer verletzt wurde. Der vermutliche Täter, ein 28-jähriger Mann, der auch in Kassel lebt, wurde während der ersten Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen festgenommen und befindet sich jetzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.
Die Tat ereignete sich gegen 10 Uhr in Kassel-Bettenhausen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen sollen die beiden Männer, die sich bereits kannten, zuvor gemeinsam unterwegs gewesen sein und Alkohol konsumiert haben, bis es dann auf der Straße vor einem Wohnheim zu der Auseinandersetzung kam. Der Verdächtige flüchtete zunächst. Aufgrund erster Zeugenaussagen geriet jedoch schnell der 28-Jährige ins Visier der Ermittler, der schließlich am Nachmittag in Kassel von Zivilkräften festgenommen werden konnte. Das 43-jährige Opfer wurde mit einem Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht und dort stationär behandelt. Mittlerweile soll keine Lebensgefahr mehr bestehen. Der genaue Ablauf und die Hintergründe der Tat sind bisher noch ungeklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021
Moritz Teschner, Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2759
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. Von den Verdächtigen waren 147 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 267, wobei 237 männliche und 30 weibliche Verdächtige beteiligt waren. Von den Verdächtigen waren 130 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








