Ein 18-jähriger Mann wurde nach einem Tötungsdelikt in Kassel-Waldau festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Kassel: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Kassel (ost)
Gemeinsame Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilungen unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6303816 und https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6305071).
Kassel-Waldau:
Heute Morgen wurde ein Verdächtiger nach einem Tötungsdelikt und einer öffentlichen Fahndung in einer Kleingartenanlage in Kassel-Waldau festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Der 18-jährige deutsche Staatsbürger aus Kassel wurde in Untersuchungshaft genommen, da Fluchtgefahr und die Schwere der Tat bestehen. Er muss sich wegen eines vollendeten Tötungsdelikts verantworten.
Der 18-jährige Mann wird verdächtigt, seinen 21-jährigen Bruder in einer Wohnung in Waldau gewaltsam getötet zu haben. Die Polizei fand den Leichnam des Opfers in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus in Waldau, nachdem Angehörige ihn als vermisst gemeldet hatten. Die Auffindesituation deutete bereits auf Fremdverschulden hin, was durch die Obduktion bestätigt wurde. Es wird angenommen, dass der 21-Jährige durch stumpfe Gewalt mit einem unbekannten Werkzeug getötet wurde. Die Ermittlungen der Kasseler Kriminalpolizei führten frühzeitig zu einem Verdacht gegen den Bruder des Opfers, der seit Sonntag öffentlich gesucht wurde.
Heute Morgen wurde der gesuchte 18-Jährige schließlich in einer Kleingartenanlage in Waldau festgenommen. Zuvor gab es eine Großfahndung mit Spezialkräften und einem Polizeihubschrauber, nachdem der Verdächtige in der Nacht um 3 Uhr auf einen 19-jährigen Mann geschossen hatte, der sich zu dieser Zeit in einer Gartenlaube aufhielt. Das verletzte Opfer konnte fliehen und wurde vorübergehend im Krankenhaus behandelt.
Anschließend fand die Polizei einen weiteren Mann mit schweren Verletzungen in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände. Der 18-Jährige hatte kurz vor seiner Festnahme auf den 30-jährigen Mann geschossen, den er offenbar nicht kannte, und ihn schwer verletzt. Der Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, schwebt nicht in Lebensgefahr. Die Kleingartenanlage wurde für die Spurensicherung und weitere polizeiliche Maßnahmen bis in die Mittagsstunden abgesperrt. Die genauen Hintergründe und Abläufe der beiden weiteren Taten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Es wird in beiden Fällen wegen versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Ulrike Schaake
Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen Tel. 0561-910 1020
Moritz Teschner
Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel Tel. 0561 – 912 2759
Quelle: Presseportal








