Mehr als 350 Gramm Marihuana bei Wohnungsdurchsuchung sichergestellt. 26-jähriger Verdächtiger bereits wieder auf freiem Fuß.
Kassel: Verdacht des Drogenhandels an Minderjährigen in Nordstadt

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
Nord-Kassel:
Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln und Abgabe an Minderjährige haben Ermittler der OE City am Freitag eine Wohnung in der Nordstadt von Kassel durchsucht und dabei mehr als 350 Gramm Marihuana beschlagnahmt. Der 26-jährige Besitzer der Wohnung steht im Verdacht, Drogen an einen 16-Jährigen verkauft zu haben, der sie dann weiterverkauft haben soll. Der Jugendliche wurde bereits Ende Juli von den Beamten der OE City im Bereich des Martinsplatzes festgenommen, nachdem sie bei ihm zehn verkaufsfertige Tütchen mit Cannabis entdeckt hatten. Die folgenden Ermittlungen führten dann zu dem bereits polizeibekannten 26-jährigen Mann, von dem der Jugendliche mutmaßlich die Drogen erhalten hatte. Da sich der Verdacht schnell erhärtete, erließ ein Richter auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss, der dann am frühen Freitagnachmittag unverzüglich vollstreckt wurde. Da keine Gründe für eine Inhaftierung vorlagen, wurde der 26-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.
Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021
Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561-912 2653
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der erfassten Fälle von 24363 auf 26518. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und der Anteil der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








