Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kassel: Verkehrskontrollen in der Karnevalszeit

Die nordhessische Polizei zog 100 alkoholisierte oder berauschte Fahrer aus dem Verkehr, trotz angekündigter Kontrollen. Über 2.500 Fahrzeuge und 3.300 Personen wurden überprüft.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Nordhessen:

Während der Karnevalszeit dieses Jahres hat die Polizei in Nordhessen bei Kontrollen 100 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die nicht nüchtern waren: In 35 Fällen wurden Verfahren wegen Alkohol am Steuer eingeleitet, 65 Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen richteten sich gegen Fahrer, die offensichtlich unter Drogeneinfluss standen, Polizeibeamte beschlagnahmten 31 Führerscheine. Trotz der zahlreichen angekündigten Kontrollen blieben Verkehrsunfälle aufgrund von Alkohol und Drogen am Steuer nicht aus: Bei sechs Unfällen mit zwei Verletzten war Alkohol im Spiel, ein Unfall wurde von einem drogenberauschten Fahrer verursacht.

2.598 Fahrzeuge und 3.326 Personen überprüft

Um andere Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren durch fahruntüchtige Fahrer zu schützen, waren auch in diesem Jahr während der Karnevalszeit viele Beamte auf den Straßen in Nordhessen im Einsatz und kontrollierten Fahrzeuge im fließenden Verkehr oder an festen Kontrollstellen. Zwischen dem 2. Februar und gestern Aschermittwoch wurden 2.598 Fahrzeuge und 3.326 Personen hauptsächlich auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft. Dabei führten die Kontrolleure 936 Alkoholtests und 381 Drogentests durch. Von den 35 alkoholisierten Fahrern müssen zwölf wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden. Bei ihnen lag der Wert unter 1,1 Promille und es gab keine weiteren Auffälligkeiten. Sie müssen mit einem Bußgeld von mindestens 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. In den übrigen 23 Fällen wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer oder Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet, da Werte über 0,3 Promille und alkoholbedingte Auffälligkeiten vorlagen oder die Fahrer mit mehr als 1,1 Promille erwischt wurden. Hier drohen Geldstrafen und ein längerer Führerscheinentzug. Auch die 65 mutmaßlich drogenberauschten Fahrer müssen mit Konsequenzen in Form von Geldbußen oder -strafen sowie Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Zusätzlich kontrollierte die Polizei während der Karnevalszeit fünf gesuchte Personen mit Haftbefehlen und acht Fahrer ohne Führerschein. Sie müssen sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der aufgezeichneten Fälle von 24363 auf 26518. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24